Theaterbesetzungen in Frankreich weiten sich aus

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Der Protest gegen die coronabedingte Schließung französischer Kulturstätten weitet sich aus. Nach der Besetzung des Pariser Theaters Odéon haben Kulturschaffende weitere Schauspielstätten in Besitz genommen, darunter in Pau im Südwesten Frankreichs und in Straßburg. Mit ihrer Aktion fordern Schauspieler, Techniker und Studierende der Dramaturgie die Wiedereröffnung der Kulturstätten sowie finanzielle Hilfen.

Die Bewegung wurde durch die Besetzung des Pariser Odéon-Theaters von rund 80 Personen am vergangenen Donnerstag ausgelöst. Seitdem wurde unter anderem das Théâtre de la Colline, das sich ebenfalls in der französischen Hauptstadt befindet, illegal in Besitz genommen, ebenso das bekannte Nationaltheater TNS in Straßburg.

Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot hat die Aktionen als nutzlos bezeichnet. Das seien Manöver, die gefährlich seien, weil sie fragile Kulturstätten gefährden, erklärte die Politikerin anlässlich einer aktuellen Fragestunde an die Regierung.

Das Odéon-Theater ist ein symbolträchtiger Ort. Im Mai 1968 wurde das Schauspielhaus von mehreren Hundert Personen aus dem Theatermilieu besetzt, ebenso im April 2016 aus Protest gegen die Reform der Arbeitslosenversicherung.

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In Frankreich sind Museen und Spielstätten seit Ende Oktober coronabedingt geschlossen. Eine Wiedereröffnungsperspektive zeichnet sich derzeit nicht ab.


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