Spar mit Umsatzplus und Sprung auf Platz 1

Spar hat insgesamt 90.000 Beschäftigte und wünscht sich eine Rückkehr zu normalen Öffnungszeiten.
© Spar

Salzburg, Wörgl – Mehrere Lockdowns (allerdings kein­e im Lebensmittelhandel), Home-Office sowie geschlossene Restaurants haben dazu geführt, dass die Menschen im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr im Supermarkt gekauft haben. Die Spar-Österreich-Gruppe mit den drei Geschäftsfeldern Lebensmittel, Sportartikel und Shopping-Center legte in den acht Ländern, in denen man tätig ist, um insgesamt 5,6 Prozent auf 16,6 Mrd. Euro Umsatz zu.

Hervorragend lief das Geschäft in Österreich. Die Brutto-Verkaufsumsätze von Spar legten hier kräftig deutlich um fast 16 Prozent auf 8,32 Mrd. Euro zu. Dadurch habe man 1,8 Prozentpunkte Marktanteil dazugewonnen und liege nun mit 34,6 Prozent vor dem Rivalen Rewe (mit den Linien Adeg, Billa, Bipa, Merkur und Penny) an der Spitze des heimischen Lebensmittelhandels. „Damit wurde Spar erstmals in der Geschichte des Unternehmens Marktführer in Österreich“, freut sich Spar-Chef Fritz Poppmeier. Spar sei mehr als zehn Jahre stärker als die Branche gewachsen.

Deutlich zugelegt habe man bei der Bio-Linie „Spar Natur pur“ (plus 28 Prozent), in den Online-Shops (plus 60 Prozent) sowie mit der Eigenmarke für Hom-Office und Home-Schooling, „Spar office“ (plus 40 Prozent). Die Sporthandels­kette Hervis mit 234 Geschäfte in Österreich und sechs weiteren Ländern büßte wegen der Lockdowns um 7 Prozent auf 470 Mio. Euro Umsatz ein, die 29 Einkaufszentren der Shoppingcenter-Tochter SES um 13 Prozent auf 2,45 Mrd. Euro.

Der Spar-Konzern investierte 2020 rund 720 Mio. Euro und nahm 5000 neue Mitarbeiter auf. An die Beschäftigten wurden in Österreich 13 Mio. Euro an Corona-Prämien ausgeschüttet. Man habe 10 Mio. Gratismasken an die Bevölkerung verteilt. Gegen die Hygiene Austria behält man sich wegen der Umetikettierunge­n rechtliche Schritte vor. (TT, APA)

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