Rot-weiß-rote Fragezeichen in der deutschen Bundesliga

Zehn Runden sind in der deutschen Fußball-Bundesliga noch zu spielen, und RB Leipzig forciert als einziger verbliebener Konkurrent im Meisterrennen die Bayern-Jagd. Nach dem Champions-League-Aus gegen Liverpool suchen die Sachsen am Wochenende gegen Eintracht Frankfurt ihr Glück, die Bayern spielen möglicherweise ohne David Alaba in Bremen. Stuttgarts Sasa Kalajdzic könnte gegen Hoffenheim einen Club-Rekord einstellen.

Der Einsatz des Torjägers ist aber ebenso fraglich. Kalajdzic, der nach sieben Toren in den vergangenen sechs Spielen weiter die deutschen Gazetten füllt, musste große Teile der Trainingswoche wegen Knieproblemen auslassen. Trainer Pellegrino Matarazzo versah den Einsatz des zwölffachen Saisontorschützen gegen Hoffenheim deshalb mit einem Minifragezeichen.

Trifft der 23-jährige Kalajdzic auch gegen die TSG, würde er die clubinterne Rekord-Marke von Fredi Bobic einstellen, der in der Saison 1995/96 in sieben aufeinanderfolgenden Partien Tore erzielt hat. „Von der Serie habe ich mittlerweile auch gehört, aber sie ist nicht wichtig für mich. Auch wenn es natürlich schön ist, mit so großen Spielern wie Fredi Bobic verglichen zu werden“, sagte Kalajdzic.

Das Duell mit seinem Landsmann Stefan Posch wird wohl eher ausfallen. Der ÖFB-Teamverteidiger in Diensten von Hoffenheim ist nach seiner Corona-Quarantäne weiter fraglich. „Auch da hat man mal wieder gesehen, dass das nicht heißt: Kurz zwei Wochen zuhause bleiben - und dann bin ich wieder da“, erklärte Trainer Sebastian Hoeneß, der mittlerweile schon einige Spieler kennt, die nach einer Infektion mit dem Virus lange für eine Rückkehr brauchten.

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Bayern-Star Alaba klagte indes vor dem Auswärtsspiel in Bremen über muskuläre Probleme. „Wir müssen abwarten“, sagte Trainer Hansi Flick. Werder-Verteidiger Marco Friedl ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. „Das ist umso bitterer, zumal ich diese Saison noch keine Minute verpasst habe“, sagte Friedl.

Bei Leipzig fehlt Konrad Laimer wegen eins Knochenödems schon seit August 2020. Marcel Sabitzer und Co. bekommen es am Sonntag mit der viertplatzierten Eintracht aus Frankfurt und einem fitten Martin Hinteregger zu tun. Zwei Punkte beträgt Leipzigs Rückstand auf Tabellenführer Bayern. Die Rasenballer haben es vor dem direkten Duell am 3. April im eigenen Stadion in der eigenen Hand. „Wir dürfen aber nicht nur darüber sprechen“, tadelte Trainer Julian Nagelsmann.

Der Schlager steht unmittelbar nach der Länderspielpause am Ostersamstag an, zuvor wartet auf Leipzig noch Arminia Bielefeld und auf die Bayern Stuttgart. Die RB-Kicker wollen sich von den Münchnern nicht mehr so leicht abschütteln lassen wie im Vorjahr. „Wir werden auf Bayern Druck machen“, betonte Goalie Peter Gulacsi, der sich auf die beste Abwehr (20 Gegentore) der Liga verlassen kann. Auch die vermochte das Scheitern gegen einen nicht in Hochform aufspielenden englischen Meister allerdings nicht zu verhindern.


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