Rendi-Wagner warnt vor „hoch riskanten“ Lockerungen

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SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hält die Corona-Lage angesichts stetig steigender Infektionszahlen für „hoch riskant“. Die Regierung müsse am Montag Maßnahmen diskutieren, um dem Anstieg gegenzusteuern: „Lockerungen wären das Gegenteil“, meinte die frühere Gesundheitsministerin gegenüber der APA. Sie plädiere für den „Weg der Sicherheit und der Vernunft“.

Am Montag werden neue Gespräche der Regierung mit Experten, Opposition und Landeshauptleuten erwartet. In Diskussion ist trotz der immer stärkeren Ausbreitung der Pandemie der ein oder andere Öffnungsschritt, etwa der Schanigärten, was auch die meisten SPÖ-Landespolitiker begrüßen würden.

Rendi-Wagner sieht das als Gesundheitsexpertin ihrer Partei anders: „Bei 3.000 Neuinfektionen pro Tag mit steigender Tendenz und einer niedrigen Impfrate sind weitere Lockerungen ein viel zu großes Risiko.“ Weitere Schritte in diese Richtung führten dazu, dass Intensivstationen noch schneller an ihre Limits kämen.

Wenn man bei dieser hohen Zahl der Neuinfektionen ein weiteres Ansteigen einfach in Kauf nehme, sei das „die völlige Aufgabe des Gesundheitsschutzes in Österreich“, findet Rendi-Wagner. Die dritte Welle, die auf leisen Sohlen komme, sei ohnehin schon das Ergebnis der verfrühten Öffnungen Anfang Februar.

Das Ziel müssten nach Ansicht Rendi-Wagners dauerhafte Lockerungen bei stabil niedrigen Infektionszahlen sein. Anfang Februar hätten man nicht frühzeitig öffnen sollen, sondern noch ein paar Wochen zuwarten: „Dann hätten wir heute stabilere niedrigere Zahlen und könnten zu Ostern dauerhaft öffnen, statt eine Überlastung der Spitäler zu riskieren.“ So wichtig das Testen sei, allein könne man sich darauf nicht verlassen.


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