Eine Million Covid-19-Vakzine in Österreich verimpft

Die Zahl der Covid-19-Impfungen in Österreich wird im Laufe des Wochenendes eine Million übersprungen haben, berichtete das Gesundheitsministerium am Samstag in einer Aussendung. „Gestern erreichten wir einen Tagesrekord von fast 50.000 Impfungen, mittlerweile wurden bereits eine Million Impfungen durchgeführt“, hieß es aus dem Ressort. Die Zahl der täglichen Impfungen steige wie geplant konsequent an.

Die Zahl von 500.000 Corona-Impfungen wurde in Österreich vor drei Wochen überschritten. Die Lieferung würden jetzt auch stark steigen: Im März werden es insgesamt über 1,1 Mio. Dosen sein, im 2. Quartal etwa 6,9 Mio. Dosen und im 3. Quartal voraussichtlich über zwölf Mio. Dosen. In Summe würden bis inklusive 3. Quartal über 20 Millionen Impfdosen in Österreich angekommen sein, ein Mehrfaches als benötigt wird, berichtete das Ressort.

Es sei entscheidend, den Impfplan mit einer umfassenden Priorisierung der Gruppen mit erhöhtem Risiko konsequent umzusetzen, was durch das Fallen der Altersschranke beim Vakzin von AstraZeneca besser möglich. Für den Montag wurde hierfür ein Erlass an die Länder angekündigt, diese Priorisierung von alten Menschen und Hochrisikogruppen beim Impfablauf vollinhaltlich konsequent umzusetzen.

Was die laufende Debatte über die Impfstoffverteilung innerhalb der EU und die Bestellmengen vonseiten Österreichs betrifft, so wurde habe das Gesundheitsministerium vergangenen Juli 24 Millionen Dosen Impfstoff für Österreich bestellt, eine Menge für nahezu drei Impfungen für jeden Österreich. Die Einigung darüber, dass alle EU-Mitgliedsstaaten gleich viel Impfstoff pro Einwohner erhalten sollen, sei damals ein wichtiger Schritt gewesen. Alle EU-Mitgliedsstaaten müssen zeitgleich mit den gleichen Impfstoffmengen, relativ zur Anzahl der Bevölkerung, beliefert werden. Ein EU-Gipfel zu diesem Thema werde begrüßt.

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„Zum Zeitpunkt der Vertragserstellung mit den damals sechs Herstellern gab es noch kein klares Bild zur Frage der Zulassung, zum genauen Zeitpunkt der Zulassung und zu den frühestmöglichen Lieferzeitpunkten. Nach damaligem Kenntnisstand galten AstraZeneca und Moderna als aussichtsreichste Kandidaten, weshalb von den Fachleuten des Gesundheitsministeriums wie von vielen anderen EU-Mitgliedsstaaten vorrangig dieses Kontingent voll ausgeschöpft wurde und bei Biontech/Pfizer nahezu ebenso - alles unter Einhaltung des damals von Nationalrat und Ministerrat verankerten Budgets für die Impfkampagne von 200 Millionen Euro“, fasste das Ministerium in seiner Aussendung die Ausgangslage zusammen.


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