Scheider in Klagenfurt vorne - Wohl nicht mehr einholbar

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Mit einer Sensation hat die Bürgermeister-Stichwahl in der Kärntner Landeshauptstadt geendet. Nach dem vorläufigen Ergebnis ohne Wahlkarten liegt Ex-Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) mit 54,2 Prozent so deutlich vor Amtsinhaberin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ), dass sein Vorsprung von 3.131 Stimmen - bei 4.500 Wahlkarten - nicht mehr einzuholen ist. Damit verliert die SPÖ nach sechs Jahren wieder die Landeshauptstadt. Das Endergebnis sollte spätabends vorliegen.

In 28 Gemeinden waren Stichwahlen notwendig. Neben der Landeshauptstadt Klagenfurt wurde auch in den Bezirksstädten Spittal an der Drau und Hermagor gewählt. Nach dem Wahlschluss um 16 Uhr trafen erste Resultate ein, dabei gab es durchaus Überraschungen. So verloren in Kirchbach und Irschen sowie in Steuerberg und in St. Georgen am Längsee vier Langzeitbürgermeister ihr Amt. In der Stadt Bleiburg /Bezirk Völkermarkt) schaffte Stefan Visotschnig (SPÖ) mit 51,4 Prozent die Wiederwahl, in Gmünd bleibt Josef Jury im Amt, er kandidierte mit einer Namensliste, gehört aber zur FPÖ.

In Irschen gewann ÖVP-Kandidat Manfred Dullnig mit 57,40 Prozent gegen den langjährigen SPÖ-Bürgermeister Gottfried Mandler (SPÖ). In Kirchbach setzte sich Markus Salcher (SPÖ) mit 57,2 Prozent deutlich gegen FPÖ-Gemeindechef Hermann Jantschgi durch. Das gelang auch Werner Egger (SPÖ) in Steuerberg. Er holte 60,5 Prozent der Stimmen und löst Langzeitbürgermeister Karl Petritz (ÖVP) ab, der 36 Jahre im Amt war. Krems, Irschen und Weißensee, alle im Bezirk Spittal, gingen an die ÖVP, ebenso Metnitz im Bezirk St. Veit an der Glan.

Aus Spittal an der Drau und Hermagor lagen vorläufig noch keine Resultate vor. In Spittal kämpfte Amtsinhaber Gerhard Pirih (SPÖ) gegen seinen Vorgänger Gerhard Köfer (Team Kärnten), der früher bei der SPÖ war. Köfer hatte im ersten Wahlgang mit 36,2 Prozent gegenüber Pirih (35 Prozent) die Nase knapp vorn. In Hermagor musste Stadtchef Siegfried Ronacher (SPÖ), der 44,2 Prozent erreichte, in die Stichwahl gegen ÖVP-Herausforderer Leopold Astner (37,6 Prozent). 2015 hatte sich Ronacher mit einem knappen Vorsprung von sieben Stimmen durchgesetzt.


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