Topzeit von Verstappen im Red Bull zum Ende der Testfahrten

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Red Bull hat am letzten Formel-1-Testtag vor dem Saisonstart das Tempo diktiert. Der Niederländer Max Verstappen legte am Sonntagnachmittag in 1:28,960 Minuten in Sakhir die schnellste Runde hin, dazu machte der neue Red Bull auch in puncto Laufleistung einen guten Eindruck. Am Vormittag war Verstappens neuer Teamkollege Sergio Perez in 1:30,187 der Schnellste auf dem Rundkurs in Bahrain gewesen. Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes) kam auf die fünftbeste Zeit am Nachmittag.

„Es war wieder ein guter Tag, und wir haben das ganze Programm durchgemacht“, sagte Verstappen nach seinen 64 Umläufen mit dem RB16B (Perez drehte 49 Runden). „Ich denke, wir können sagen, dass es ein gutes Wochenende war, aber natürlich gibt uns das noch keine Garantien. Alle Teams haben verschiedene Programme bei den Tests laufen. Wir schauen immer darauf, wo wir uns noch verbessern kommen, und es gibt auch jetzt noch einige Dinge, an denen wir arbeiten wollen.“ Der Mexikaner Perez lobte das ganze Team für einen „fantastischen Job“.

An den beiden vorangegangenen Tagen, vor allem zum Auftakt, hatten die erneut schwarz lackierten „Silberpfeile“ mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Hamilton blieb aber cool. „Ich verschwende keine Zeit damit, mir Sorgen zu machen. Das hält mich nur davon ab, Lösungen zu finden“, sagte der siebenmalige Champion. „Ich denke, es ist besser, wenn es jetzt nicht rund läuft anstatt beim Rennen“, fügte der Brite hinzu.

Es sei beeindruckend zu sehen, wie schnell die anderen Teams seien, meinte Hamilton zudem. Er strich zwei Wochen vor dem Saisonauftakt in der Wüste von Sakhir vor allem Red Bull heraus, aber auch sein Ex-Team McLaren und Alpine mit seinem ehemaligen McLaren-Teamkollegen Fernando Alonso.

Auf sich aufmerksam machte am Sonntag auch Formel-1-Neuling Yuki Tsunoda im AlphaTauri. Der 20-jährige Japaner war nur 93 Tausendstelsekunden langsamer als Verstappen. Weniger Runden als geplant konnte hingegen Sebastian Vettel abspulen, da es bei Aston Martin einen Defekt gab. Um Problem mit dem Ladedruck soll es sich nach ersten Angaben gehandelt haben.

„Wir wissen noch nicht ganz, wo das Problem herrührt. Die Autos sind ja leider doch sehr komplex“, meinte der Deutsche selbst im Sky-Interview. Zuvor hatte er es mit mehr als sechs Sekunden Rückstand auf die Spitze nicht über den vorletzten Platz hinausgebracht. Noch langsamer war nur Vettels Teamkollege Lance Stroll im zweiten Aston.

Eröffnet wird die Saison am 28. März in Bahrain. Gegen Ende des vergangenen Jahres waren dort wegen der Corona-Pandemie sogar zwei Rennen gestartet worden. Diesmal profitiert das Königreich im Nahen Osten von der Verschiebung des Großen Preises von Melbourne, der eigentlich an Sonntag hätte stattfinden sollen, aber in den Herbst verschoben wurde.

Ansonsten gehen die Formel-1-Bosse davon aus, dass die Saison diesmal einen relativ reibungsloseren Verlauf nimmt. „Wir sind recht optimistisch für eine komplette Saison“, sagte Sportdirektor Ross Brawn. „Meiner Meinung nach sind wir durch das Schlimmste durch.“


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