Klimafitter Wald wird in Imst zum Erholungsraum

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Bislang wurden 77 klimafitte Waldflächen in 13 Gemeinden des Bezirkes Imst angelegt.
© Bezirksforstinspektion Imst

Imst – Die Projekte „klimafitter Erholungswald Imst/Tarrenz“ und „klimafitte Landschaftselemente – Vielfalt fördern I +II“ in Zusammenarbeit der Bezirksforstinspektion und Regionalmanagement Imst gibt es mittlerweile in 13 Gemeinden des Bezirkes. „Es sind Pilot- und Vorzeigeprojekte“, freut sich Katrin Eisenstecken von der Bezirksforstinspektion. Heuer werden die Projekte um „Kraftplätze“ erweitert, die den Erholungswert des Waldes nahebringen sollen.

Auf 77 Flächen mit einer Gesamtgröße von sieben Hektar, die mit Wildzäunen geschützt sind, haben die Verantwortlichen mittlerweile 2278 Pflanzen gesetzt. „Bei der Pflanzenkontrolle nach dem ersten Jahr konnten erfreulicherweise sehr gute Ergebnisse festgestellt werden“, erklärt Eisenstecken. Denn: „Nahezu alle der bisher gesetzten Pflanzen haben das erste Jahr überlebt.“ Ziel ist die Durchmischung des Waldes mit resistenten heimischen Laubbaumsorten. „Pflegemaßnahmen sind wichtig für einen stabilen Wald und um die gewünschte Mischungsregulierung zu erzielen“, schildert Eisenstecken die Wichtigkeit des Ausschneidens in den Projektflächen.

Die Imster Alpkönigin maß 150 cm Durchmesser und erzählt eine 400-jährige Geschichte.
© BFI Imst bzw. Stadt Imst

Heuer stehen daher die Pflege der Wald- und Zaunflächen sowie die Errichtung von Kraftplätzen im Vordergrund. Die Errichtung eines solchen Kraftplatzes wird schon seit Längerem von der Stadtgemeinde Imst angestrebt. Dieser wird im Bereich des Pflanzgartens von Imst umgesetzt. „Der Kraftplatz wird voraussichtlich einen Barfußweg beinhalten sowie einen zentralen Platz zum Verweilen“, erklärt die Forstexpertin. Darüber hinaus werden an diesem Kraftplatz verschiedenste heimische Bäume wie Bergahorn, Bergulme, Birke, Eberesche, Grauerle, Rosskastanie, Rotbuche oder Stieleiche gepflanzt, „um auch dem Flurnamen Pflanzgarten wieder gerecht zu werden“.

Am zentralen Informationsplatz wird eine Baumscheibe mit ca. 150 Zentimetern Durchmesser ausgestellt. Diese stammt von der im Vorjahr umgestürzten „Waldkönigin“, in Imst auch bekannt als „Alp-königin“. Die Scheibe ist etwa 400 Jahre alt und markante geschichtliche Ereignisse sollen mit ihr dargestellt werden.

Im Zuge desselben Projekts werden zudem in Karres und Karrösten jeweils Wellnessliegen und Wellnessbänke an den klimafit gemachten Waldstücken aufgestellt. (pascal)


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