Plus

Tiroler Demo-Touristen: Demonstrativ gelassen nach Aufregung um Protest-Fahrt

Sind die steigenden Infektionszahlen im Bezirk Imst auf eine Bus-Reise nach Wien zurückzuführen? Der Organisator dementiert, die Behörden prüfen.

  • Artikel
  • Diskussion (17)
Symbolfoto: Rund 110 Tiroler fuhren am 6. März mit zwei Bussen zu einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen in die Bundeshauptstadt.
© APA

Imst, Innsbruck, Wien – Inbrünstig stimmen sie das Andreas-Hofer-Lied an, singen laut, minutenlang. Keiner trägt Maske, Abstände werden nicht eingehalten. Diese Szene stammt aus einem Bus, der eine Gruppe Tiroler am 6. März zu einer Demonstration nach Wien brachte. Das Video wurde am Folgetag in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht. Und hat mittlerweile für mächtig Aufregung gesorgt. Gebi Mair, Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag, glaubt, dass diese Fahrt Grund für die steigenden Corona-Zahlen im Bezirk Imst ist. Der Organisator bestreitet das, die Behörden prüfen den Fall.

„Ein herzliches ,Griaß enk‘ an die Demotouristen, denen wir im Tiroler Oberland jetzt ein Corona-Cluster zu verdanken haben“, schreibt Gebi Mair im Kurznachrichtendienst Twitter. Und: „Gute Besserung trotzdem, aber schon echt mühsam.“


Kommentieren


Schlagworte