Werke von Christine und Irene Hohenbüchler im Belvedere

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Käfigeartige Kinderbetten unter einer farbenprächtigen Götterwelt: In der Reihe „Carlone Contemporary“ präsentiert das Belvedere in Wien halbjährlich zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, die Position zu den barocken Fresken in dem nach Illusionsmaler Carlo Innocenzo Carlone benannten Saal des Oberen Belvedere beziehen. Ab heute, Donnerstag, sind nun die teils an Möbelstücke angelehnten Arbeiten der Zwillingsschwestern Christine und Irene Hohenbüchler zu sehen.

Ausgestellt werden bis 12. September frühe Werke der Künstlerinnen aus einer umfangreichen Schenkung eines niederländischen Sammlers sowie eine neu entstandene Installation. Die „Käfige“ benannten Objekte, die an kindliches Schlafinterieur erinnern, stammen etwa aus dem Jahr 1993. Die Kalksteinobjekte, die an Knochen oder Wirbel denken lassen, entstanden Ende der 1980er-Jahre. Darüber hinaus empfangen Bücherschränke und luftig-weiße Metallregale mit zerbrechlich wirkenden anthropomorphen Skulpturen die Besucherinnen und Besucher.

„Die inhaltlich anspielungsreiche und formal unverwechselbare Kunst von Christine und Irene Hohenbüchler ist seit Jahrzehnten wesentlicher Bestandteil der österreichischen Gegenwartskunst. Im Oberen Belvedere erschließen sich Bezüge ihrer Arbeiten zu den Fresken des einstigen ‚Gesellschafts-Sommerzimmers‘“, hielt Belvedere-Generaldirektorin Stella Rollig, die das Projekt kuratiert hat, in einer Aussendung fest.

Die Geschwister Hohenbüchler wurden 1964 in Wien geboren. Mit Einzelausstellungen waren sie im Kunstmuseum Bonn, in der Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster und in der Kunsthalle Krems vertreten. Christine Hohenbüchler leitet das Institut für Kunst und Gestaltung an der TU Wien. Irene Hohenbüchler hat eine Professur für Kooperative Strategien an der Kunstakademie Münster inne.

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