„Tag der offenen Clubs“ in Innsbruck: 600.000 Euro gefordert

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Innsbruck – Nur Stille, keine Getränke, keine Musik. So wird der morgige „Tag der offenen Clubs“ ablaufen, zu dem die Innsbrucker Club Commission aufgerufen hat. Im Vorfeld der Aktion wandte sich die Interessenvertretung der Innsbrucker Nachtkultur am Mittwoch an die Öffentlichkeit, um auch über konkrete Forderungen an die Politik zu sprechen.

Mit einem Forderungspapier war die Club Commission bereits im Oktober 2020 an die Stadt Innsbruck herangetreten. Gefordert waren abseits der staatlichen Mittel eine direkte Hilfe für die verbleibenden monatlichen Kosten der Lokale mit einem Ausmaß von 600.000 Euro. Die Summe müsse angesichts der neuen Situation sogar noch mal überschlagen werden, präzisiert Club-Commission-Obmann Frederik Lordick (Dachsbau), viel ändern dürfte sich an der Summe aber nicht. Für die Hilfen wünsche man sich eine Zusammenarbeit von Stadt, Land und WKO, so Lordick. Und weiter: „Es geht uns nicht darum, so schnell wie möglich zu öffnen.“ Die Clubs seien sich der Verantwortung bewusst. Zudem fordert die ­Commission einmal mehr die Anerkennung von Nachtlokalen als kulturelle Spielstätten.

Die Interssenvertretung zählt 29 Einrichtungen in Innsbruck (insgesamt ca. 700 Arbeitsplätze), in denen regelmäßiges, kuratiertes Musikprogramm geboten wird – 13 davon Clubs. Bereits 5 hätten der Commission gemeldet, dass sie nicht mehr aufsperren können, hieß es am Mittwoch. Eine EU-weite Studie, die Lordick vorlegt, gibt ebenso Anlass zur Sorge für die anderen Betreiber: Nur 27 Prozent der Befragten wollen in den ersten Wochen nach einem Neustart wieder auf Konzerte und in Clubs zu gehen. Keine guten Aussichten also für die bevorstehende Auslastung. (bunt)


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