Ehrenamtliches Vorzeigeprojekt in Völs vor dem Aus?

Das Völser „Gartenhäuschen“, ein Secondhand-Markt für Artikel rund ums Kind, braucht eine neue Bleibe – oder kreative Zukunftsvorschläge.

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Das „Gartenhäuschen“-Team, im Bild Claudia Rangger, verkauft nicht mehr benötigte Baby- und Kinderartikel auf Kommission weiter.
© Gartenhäuschen

Völs – Gute Stücke verdienen eine zweite Chance: Das ist der Grundgedanke, auf dem der Völser Verein „Das Gartenhäuschen“ ein besonderes Projekt aufgebaut hat. Seit zehn Jahren macht es sich ein Frauenteam mit großem ehrenamtlichen Einsatz zur Aufgabe, gebrauchte Baby- und Kinderartikel nachhaltig und günstig weiterzugeben – von Kleidung und Schuhen über Spielzeug, Sportgeräte und Bücher bis hin zu Fahrrädern, Rollern und Kindersitzen.

Das Konzept – jeder abgegebene Artikel wird auf Vollständigkeit, Sauberkeit und Qualität geprüft, nur gute Ware auf Kommission weiterverkauft – komme „super an“, erklärt Vereinsobfrau Barbara Ott. Der Zuspruch werde jährlich größer. Aktuell habe man über 650 Verkäuferinnen, „die uns ihre Ware in Kommission geben“. Auch einkommensschwache Familien könnten hochwertige Ware zu niedrigen Preisen erwerben, betont Ott den sozialen Aspekt.

Nun sieht sich das „Gartenhäuschen“ aber einer großen Herausforderung gegenüber: Das Gebäude in der Innsbrucker Straße 4, in dem der Laden dank der langjährigen Unterstützung eines großen Völser Unternehmens seine Heimat hat, wird voraussichtlich einem Neubau weichen, wohl mit Jahresende ist Schluss. Eine neue Bleibe konnte trotz intensiver Suche bislang nicht gefunden werden.

Informationen über mögliche Standorte im Raum Völs/Innsbruck sind weiter willkommen. Diese müssten kostengünstig sein, sagt Ott, als Verein mache man keinen Gewinn und könne keine Miete abdecken. Aktuell zahle man gemäß eines Bittleihvertrages nur die Betriebskosten.

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Alternativ sind neue Ideen gefragt, wie das Projekt weitergeführt werden könnte. „Vielleicht ist jemand wagemutig und nutzt das Gartenhäuschen als Sprungbrett in die Selbstständigkeit?“, fragt Ott. Sie hofft, dass es gemeinsam gelingt, „diese wertvolle Einrichtung zu erhalten“. Kontakt: das. gartenhaeuschen@gmail.com, Tel. 0664/9697150. (md)


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