EMA zu AstraZeneca für Donnerstagnachmittag erwartet

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Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will am Donnerstagnachmittag eine neue Empfehlung für die Vorgangsweise mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca abgeben. Um 15.00 Uhr soll erläutert werden, welche Schritte das für die Risikoeinschätzung zuständige Komitee empfiehlt, nachdem unerwartete mögliche Nebenwirkungen wie Blutgerinnsel nach Verabreichung der Vakzine aufgetreten waren. Erst am Freitag will sich hingegen die WHO erneut zu dem Corona-Impfstoff äußern.

„Der Vorteil der Impfung ist größer als das Risiko“, sagte unterdessen Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres am Donnerstag am Rande eines Online-Mediengesprächs. Es gebe - auch in Österreich - einige Thrombose-Fälle von Geimpften, allerdings sei eine „Häufung nicht feststellbar“, betonte der Mediziner. In Deutschland habe es jedoch mehrere Fälle von Sinusvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit AstraZeneca-Impfungen gegeben. „Das gehört untersucht“, so Szekeres. „Wir kommen aus der Pandemie nur durch die Impfung heraus“, hielt der Ärztekammer-Präsident fest. Die AstraZeneca-Impfung biete drei Wochen nach der ersten Dosis fast 100-prozentigen Schutz vor schwerer Krankheit.

Das Briefing durch die EMA war für Donnerstag, 15.00 Uhr, angesetzt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Als Sprecher angekündigt waren u.a. EMA-Direktorin Emer Cooke, Sabine Straus vom Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) sowie Peter Arlett, Leiter der Task Force für Datenanalyse.

Die Weltgesundheitsorganisation will am Freitag erneut das Wort zu AstraZeneca ergreifen, teilte ein Sprecher mit. Zuletzt hatte auch die WHO empfohlen, die Impfungen mit AstraZeneca fortzusetzen, da die Vorteile des Vakzins die Risiken überwiegen würden. Die Prüfungen des Beratergremiums für Impfstoffsicherheit dauerten aber noch an.

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WHO Europa-Direktor Hans Kluge sagte indes am Donnerstag, die europäischen Staaten sollten AstraZeneca weiterhin nützen, um in der Corona-Pandemie Leben zu retten. „Bisher wissen wir nicht, ob einige oder alle der Gesundheitsprobleme durch die Impfung verursacht worden oder durch andere, zufällige Faktoren“, betonte er. „Wir wissen aber jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Vorteile der AstraZeneca-Vakzine die Risiken bei weitem überwiegen.“


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