12.500 Geimpfte im Bezirk Schwaz meldeten sich für Studie

Die Studie mit dem Namen „REDUCE“, die im Bezirk Schwaz die Durchimpfung aufgrund der Ausbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Variante begleitet, hat viele Impfwillige erreicht. 12.500 Menschen nahmen an der Untersuchung teil. An neun Standorten wurde eine Teilnahme angeboten, 65 Prozent der dort Geimpften taten dies auch. „Schon 5.000 TeilnehmerInnen hätten ausgereicht, um valide Ergebnisse zu erhalten“, erläuterte Studienleiter Peter Willeit von der Med-Uni Innsbruck.

Der Untersuchungszeitraum umfasst sechs Monate. Daten zum Infektionsgeschehen im Bezirk werden an die Universität übermittelt und dort verarbeitet. „Wir werden insbesondere untersuchen, wie stark die Impfung die Infektionszahlen und die Spitalsaufnahmen senken konnte. Auch werden wir beurteilen können, ob die aus Südafrika stammende Virusvariante nahezu vollständig zurückgedrängt werden konnte“, beschrieb Willeit die Ziele der Studie. Erste Studienergebnisse sollen dann im Herbst veröffentlicht werden.

Die Tiroler Politik zeigte sich indes ebenso erfreut über die Bereitschaft der Bevölkerung. Die Erwartungen von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) wurden „übertroffen“. „Diese Studie hat im Zusammenhang mit der Durchimpfung in Schwaz auch im internationalen Umfeld Alleinstellungsmerkmal, weil zum ersten Mal eine gesamte Bevölkerungsgruppe dahingehend untersucht wird“, meinte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Wolfgang Fleischhacker, Rektor der Med-Uni, bedankte sich bei den Teilnehmern: „Die Bevölkerung im Bezirk Schwaz hat einen ganz wichtigen Beitrag zur weltweit laufenden Erforschung von SARS-CoV-2 geleistet“, sagte er.

An der Impfaktion im Bezirk Schwaz nahmen 46.000 Menschen die Erstimpfung in Anspruch, insgesamt 64.000 hätten die Möglichkeit dazu gehabt. In der vergangenen Woche wurde an 26 Standorten geimpft, bis Donnerstag herrscht noch eine Ausreisetestpflicht.


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