Tirol setzt auf artenreiche und klimafitte Mischwälder

Überarbeitete Strategie soll die Anpassung des heimischen Bergwaldes an die Herausforderungen des Klimawandels erleichtern.

Artenreiche Mischwälder mit verschiedenen, an den Standort angepassten Baumarten sind widerstandsfähiger als Monokulturen.
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Innsbruck – Am Sonntag, 21. März, ist Internationaler Tag des Waldes. Aus diesem Anlass weist LHStv. Josef Geisler (ÖVP) auf die enorme Bedeutung des heimischen Bergwaldes hin. „Der Wald hat in Tirol einen besonders hohen Stellenwert. Und es ist wichtig, dass wir unsere Wälder jetzt klimafit machen, damit sie ihre vielfältigen Funktionen auch in Zukunft erfüllen können“, betont der Land- und Forstwirtschaftsreferent der Landesregierung. Die Folgen des Klimawandels – vor allem Trockenheit und vermehrter Schädlingsbefall – seien bereits deutlich spürbar.

Tirol ist bei der Anpassung der Wälder an künftige Herausforderungen auf einem guten Weg.
Josef Geisler (Landeshauptmann-Stellvertreter)

Tirol setzt bei der Anpassung der Wälder an diese Herausforderungen auf artenreiche Mischwälder mit vielen verschiedenen, an den jeweiligen Standort angepassten Baumarten. Geisler sieht Tirol beim Waldumbau als Vorreiter: „Der Anteil der Mischbaumarten bei Aufforstungen liegt aktuell bei mehr als 50 Prozent, vor zehn Jahren betrug er ein Drittel.“ Allein heuer würden rund 1,8 Millionen bestens an den jeweiligen Standort angepasste Pflanzen aufgeforstet.

„Maßnahmen gegen den Klimawandel bzw. zur Anpassung an die Klimaveränderung werden von der Waldwirtschaft in Tirol bereits seit zwei Jahrzehnten propagiert und umgesetzt“, ergänzt Landesforstdirektor Josef Fuchs. Dabei kommen auch digitale Hilfsinstrumente zum Einsatz. So biete die Waldtypenkarte Tirol einen Überblick darüber, welche Bäume für welchen Standort geeignet seien, denn das hänge von vielen Faktoren ab. Dazu zählen neben dem Boden und dem Wasserhaushalt auch die Hangneigung, Höhenlage und vieles mehr. Fuchs: „Eine sichere Einschätzung, welche Baumarten den Herausforderungen der Zukunft gewachsten sind, ist entscheidend für die künftige Stabilität und Ertragskraft der Wälder.“ Die Waldtypenkarte werde zudem regelmäßig weiterentwickelt. Künftig sollen auch noch internationale Klimaszenarien hinterlegt werden.

Die Einschätzung, welche Baumarten den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind, ist entscheidend.
Josef Fuchs (Landesforstdirektor)

Bereits 2012 hat der Tiroler Forstdienst die Tiroler Waldstrategie 2020 erarbeitet und gezielte Maßnahmen entwickelt, um dem Klimawandel im Tiroler Wald zu begegnen. Diese Aktivitäten wurden 2019 im Programm „Klimafitter Bergwald“ nochmals verstärkt und gebündelt. Derzeit werde die Waldstrategie weiterentwickelt. (TT)


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