Weiterer Kölner Weihbischof nach Gutachten freigestellt

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Als Konsequenz aus dem am Donnerstag vorgestellten Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im deutschen Erzbistum Köln ist ein weiterer Weihbischof vorläufig beurlaubt worden. Ansgar Puff habe den Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, selbst darum gebeten, teilte das Erzbistum Köln am Freitag mit. Das Gutachten übte Kritik am Umgang mehrerer hoher Amtsträger der Diözese mit Missbrauchsvorwürfen gegen Priester in den vergangenen Jahrzehnten.

Erzbischof Woelki suspendierte daraufhin umgehend Weihbischof Dominikus Schwaderlapp und den Leiter des Erzbischöflichen Gerichts, Offizial Günter Assenmacher, wegen Pflichtverletzungen beim Umgang mit Verdachtsfällen von ihren Ämtern. Am Nachmittag bot dann auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße Papst Franziskus seinen sofortigen Amtsverzicht an. Heße war vor seiner Berufung nach Hamburg Personalchef und Generalvikar in Köln gewesen und wird durch das Gutachten ebenfalls belastet.

Das Gutachten stellte Hinweise auf 202 Beschuldigte fest. Bei 63 Prozent der Beschuldigten handelt es sich um Kleriker.

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