Osttiroler entwickelt Konzept für Stromerzeugung auf dem Zettersfeld

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Matthias Steiner schlägt ein Photovoltaik-Kraftwerk vor.
© Innos

Lienz – Das Lienzer Ski- und Wandergebiet Zettersfeld wird aufgrund seiner Lage touristisch als Sonnenterrasse Osttirols beworben. Die Höhenlage bei gleichzeitig perfekter Südausrichtung möchte nun Matthias Steiner für die Energieerzeugung nutzbar machen und schlägt dort den Bau eines Photovoltaik-Kraftwerkes vor. Steiner hat seine Idee für den Osttirol Innovation Award 2021 der Initiative „Vordenken für Osttirol“ eingereicht.

„Hoch auf den Bergen scheint im Winter die Sonne am längsten“, hat sich der gebürtige Matreier gedacht, als er sich aus privatem Interesse für einen möglichst geeigneten Standort für eine Photovoltaikanlage interessierte. Im Zuge seiner Recherchen stieß Steiner auf eine Versuchsanlage in Davos, wo die Leistung verschiedener Modultypen bei unterschiedlicher Ausrichtung auf einer Seehöhe von 2500 Metern wissenschaftlich erhoben wird. Die Höhenlage ermögliche eine weitaus effizientere Umsetzung der Sonnenenergie in Strom, das werde dort bestätigt. „Vor allem im Winter ist eine Anlage in großer Höhe von entscheidendem Vorteil“, berichtet Steiner. „Denn anders als im Tal ist der Strom­ertrag im Winter fast gleich hoch wie im Sommer.“ Um in naher Zukunft tatsächlich verbreitet auf erneuerbare Energieerzeugung umsteigen zu können, sei eine kontinuierliche Bereitstellung das ganze Jahr über erforderlich. Die Standortwahl auf dem Zettersfeld biete einen weiteren Vorteil: „Das Skigebiet ist bereits bestens durch elektrische Anlagen erschlossen. Die erzeugte Energie könnte zum größten Teil direkt vor Ort für den Liftbetrieb eingesetzt werden.“ (bcp)

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