Dauerbrenner LASK gegen Salzburg: „Kampfspiel“ erwartet

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Salzburg gegen den LASK wird in den kommenden Wochen zum Dauerbrenner. Angefangen mit dem Aufeinandertreffen in Pasching in der letzten Runde des Bundesliga-Grunddurchgangs am Samstag (17.00 Uhr/live Sky) treten die beiden Kontrahenten in den zwölf Partien bis Saisonende gleich viermal gegeneinander an. Neben den Duellen in der Meistergruppe bestreiten der Titelverteidiger und die Linzer auch das Finale des ÖFB-Cups am 1. Mai in Klagenfurt.

Jesse Marsch sah „spannenden“ Spielen gegen den LASK entgegen. „Wir haben viel Respekt vor dieser Mannschaft. Sie sind Kämpfer, aber auch fußballerisch stark“, sagte Salzburgs Coach. Der Amerikaner unterstrich des öfteren die physische Komponente in den Duellen mit den Linzern. „Im Zentrum dieses Spiels wird sein, dass man bereit ist, den Kampf anzunehmen. Kämpfen wird im Mittelpunkt stehen“, meinte Marsch am Donnerstag.

Dominik Thalhammer legte tags darauf noch nach. „Ich habe heute in die Gesichter meiner Spieler geblickt und dort volle Bereitschaft für ein richtiges Kampfspiel gesehen“, sagte der Chefcoach des LASK. Hohes Tempo und Intensität seien zu erwarten. „Wir brauchen auf jeden Fall einen außergewöhnlichen Tag und eine besondere Leistung. Dann ist es nicht unmöglich, so ein großes Spiel auch für unsere Fans zu gewinnen.“

Im ersten Saisonvergleich behielten die Salzburger nach einer starken Vorstellung mit 3:1 die Oberhand, nachdem die Gäste in Wals-Siezenheim bis zur 54. Minute noch mit 1:0 geführt hatten. In der Meistergruppe der vergangenen Saison holte der Meister mit einem 3:1 und 3:0 ebenfalls beide Male die drei Zähler, im Cup-Halbfinale 2020 siegte Salzburg mit 1:0. Davon täuschen lassen wollen sich die „Bullen“ aber nicht. „Sie haben Waffen in ihrer Mannschaft, da müssen wir hellwach sein“, betonte Linksverteidiger Andreas Ulmer.

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Für Salzburg geht es auch darum, einen Verfolger nach der Punkteteilung auf Distanz zu haben. Gewinnt der Tabellenführer, hat er dann fünf Zähler Vorsprung auf den drittplatzierten LASK. Siegen die Athletiker, haben sie nur zwei Rückstand auf Salzburg. Ulmer wollte dem nicht allzu große Bedeutung zumessen. „Wir spielen dann noch zweimal gegeneinander. Natürlich wollen wir den Abstand vergrößern, aber im Großen und Ganzen passiert noch nicht viel“, sagte der Teamspieler.

Den LASK plagt heuer eine gewisse Heimschwäche. Sechs der sieben Heimsiege gelangen im Herbst auf der Gugl, im Frühjahr jedoch bei drei Niederlagen nur einer in Pasching. Diesbezügliche Ursachenforschung wischten die Beteiligten bisher weg. Thalhammer wies auf die eigenen Stärken hin. „Dieses Selbstvertrauen, dass wir auch Waffen gegen Salzburg haben, spricht für uns“, meinte er. Es gelte aber auch, dies umzusetzen. „Unsere Ideen müssen wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren“, sinnierte er.

Personell kehrte Petar Filipovic bei den Linzern wieder ins Training zurück, wird aber noch kein Thema sein. Der ins ÖFB-Team einberufene Philipp Wiesinger ist wieder dabei. Dass neben dem Verteidiger mit Alexander Schlager, Gernot Trauner, Reinhold Ranftl, Husein Balic und Thomas Goiginger fünf weitere LASK-Profis in Österreichs Großkader standen, machte Thalhammer stolz. „Sicherlich wäre eine Pause nicht schlecht, aber wir nehmen das an. Es ist für die Motivation eine herausragende Geschichte.“


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