28.500 Übernahmen und Fusionen weltweit

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Boston – Auch die Corona-Pandemie hat das Karussell der Fusionen und Übernahmen von Unternehmen im vergangenen Jahr nicht zum Stillstand gebracht. Zwar lag das Gesamtvolumen mit 2,8 Billionen US-Dollar (2,4 Billionen Euro) um 15 Prozent unter dem Wert des Jahres davor, wie aus einer Studie der Unternehmensberater Bain & Company hervorgeht. Das Geschäft habe sich aber als wesentlich stabiler erwiesen als zu Beginn der Corona-Pandemie erwartet.

Heuer dürfte das Geschäft insgesamt „an Dynamik gewinnen“, denn die Corona-Krise beschleunige bestehende Trends wie Digitalisierung und Regionalisierung, hieß es. Nachdem es in der ersten Jahreshälfte 2020 kaum Übernahmen gegeben habe, hätten die Transaktionen im dritten und vierten Quartal kräftig Schwung aufgenommen. Zum Jahresende seien es 28.500 Deals gewesen, rund 11 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Immer wichtiger würden Fusionen und Zukäufe als Treiber für das Umsatzwachstum: Nannten vor drei Jahren noch 30 Prozent der befragten Firmen diesen Aspekt als den entscheidenden, so seien es zuletzt bereits 45 Prozent gewesen. Unternehmen müssten zudem in neue Geschäftsfelder vorstoßen und Kompetenzen erwerben. Ein Beispiel hierfür sei die Kooperation der deutschen Autobauer BMW und Volkswagen mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt.

Künftig dürfte sich das Fusions- und Übernahmekarussell vor allem im Finanzsektor schneller drehen. „Eine Konsolidierungswelle bei Kreditinstituten ist absehbar, denn im internationalen Vergleich ist der Konzentrationsgrad in europäischen Ländern, allen voran Deutschland, gering“, sagte Bain-Bankenexperte Mike Kühnel. (APA, AFP)


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