Wasserwerfer und Gewalt bei Corona-Demos in EU-Staaten

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Tausende Gegner der Corona-Maßnahmen sind am Samstag in mehreren europäischen Ländern auf die Straßen gegangen. In den schwedischen Städten Stockholm, Göteborg und Malmö wurden kleinere Kundgebungen von der Polizei aufgelöst, in der niederländischen Metropole Amsterdam und dem deutschen Kassel kamen Wasserwerfer zum Einsatz. In Kassel, wo 20.000 Menschen demonstrierten, kam es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten und der Polizei.

Die nordhessische Stadt hatte eigentlich nur 6.000 Teilnehmer auf einem Platz am Stadtrand zugelassen. Gekommen waren mehr als drei Mal so viele, auch die Auflage zum Tragen des Mund- und Nasenschutzes wurde vielfach missachtet. Während eines illegalen Demonstrationszuges durch die Kasseler Innenstadt kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten und mit der Polizei. Die Beamten setzen auf den Einsatz von Pfefferspray und Wasserwerfern, mehrere Menschen seien festgenommen worden.

In Amsterdam vertrieb die Polizei die Teilnehmer einer nicht genehmigten Kundgebung mit Wasserwerfern vom zentralen Platz vor dem Reichsmuseum. Rrund 1.000 Demonstranten seien am Rand des historischen Grachtenviertels eingekesselt worden, wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete. Viele von ihnen wurden dann mit Bussen an den Stadtrand gebracht. Über Festnahmen gab es zunächst keine Angaben.

Auch in Schweden gingen die Sicherheitsbehörden rigoros gegen die Demonstrationen vor. Sowohl in der Hauptstadt Stockholm als auch in Göteborg und Malmö seien die Proteste am Samstag von den Beamten gestoppt worden, weil sie gegen die maximal zulässige Teilnehmerzahl für öffentliche Versammlungen verstoßen haben. In Göteborg waren demnach 50 bis 70 Menschen dabei gewesen, in Malmö etwa 200. In Stockholm sprach die Zeitung „Aftonbladet“ von 200 bis 300 Teilnehmern.

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Nachdem Schweden in der Pandemie auf einen international viel beachteten Sonderweg mit relativ lockeren Beschränkungen gesetzt hatte, wurden die Maßnahmen in der zweiten Welle verschärft. So dürfen sich seit Ende November nur noch höchstens acht Personen für öffentliche Zusammenkünfte und Versammlungen zusammenfinden.


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