Johannes Thingnes Bö gewinnt erneut Biathlon-Gesamtweltcup

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Johannes Thingnes Bö hat zum dritten Mal in Serie den Biathlon-Gesamtweltcup gewonnen. Der 27-jährige Norweger behielt am Sonntag nach Platz drei im abschließenden Massenstart in Östersund im Duell mit seinem Landsmann Sturla Holm Laegreid die Oberhand. Lisa Hauser verpasste den Sieg in der Massenstart-Disziplinwertung. Die Weltmeisterin kam bei schwierigen Windverhältnissen nach sieben Strafrunden nicht über Rang 22 hinaus. Dunja Zdouc folgte auf Rang 23.

Die Norwegerin Tiril Eckhoff war bereits als Gesamtsiegerin festgestanden. Bei den Männern fiel die Entscheidung erst beim letzten Schießen der Saison. Bö kam mit einem Fehler durch, sein vier Jahre jüngerer Konkurrent schoss zweimal daneben und musste sich mit Platz acht begnügen. Den Tagessieg, den zweiten seiner Karriere, holte sich der Franzose Simon Desthieux vor dem Russen Eduard Latypow. Die Österreicher Simon Eder und Felix Leitner hatten als 25. und 30. nichts mit der Entscheidung zu tun.

Eder landete als bester Österreicher im Gesamtweltcup auf Rang 15. Hauser schloss ihre bisher stärkste Saison nach zwei Siegen und dem Gewinn der Einzel-Spezialwertung in der Gesamtwertung auf Rang sechs ab. Eine weitere kleine Kristallkugel im Massenstart war ihr nicht vergönnt. Diese sicherste sich mit ihrem ersten Weltcupsieg beim Finale noch überraschend die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold.

Hauser war bei Starkwind schon am Vortag in der Verfolgung von Rang fünf nach dem Sprint auf Platz 21 zurückgefallen. Im Massenstart schoss die Tirolerin liegend vier Fehler. Nach einem fehlerfreien dritten Anschlag wartete die 27-Jährige beim abschließenden Stehendschießen lange zu, ließ aber drei Scheiben stehen. Zdouc war lange auf Top-Ten-Kurs, verfehlte beim letzten Schießen aber gleich vier Ziele. Im Gesamtweltcup kam die Kärntnerin als zweitbeste Österreicherin auf Position 25.

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Die abschließenden Rennen in Zentralschweden waren wegen des starken Windes am Sonntag um rund zwei Stunden nach hinten verlegt worden, besonders jenes der Frauen über 12,5 km war aber immer noch von unberechenbaren Bedingungen geprägt. Tandrevold setzte sich trotz fünf Strafrunden vor der Weißrussin Dschinara Alimbekawa und der Deutschen Franziska Preuß (je 6 Fehler durch). Keine der 30 Athletinnen verzeichnete weniger als vier Fehler.

Bei den Männern kam kein Athlet mit weniger als zwei Strafrunden durch. Bei Bö waren es drei, bei Laegreid vier - und damit vermutlich zwei zu viel für den Überraschungstriumph. Am Ende fehlten dem 23-Jährigen, der mit vier Punkten Rückstand auf Bö in das letzte Rennen gegangen war, nach 15 km etwas mehr als 20 Sekunden auf seinen Landsmann. Laegreid darf sich nach sieben Siegen dennoch als Aufsteiger der Saison wähnen.


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