WAC und WSG Tirol nach Herzschlagfinale in Meistergruppe

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Der Wolfsberger AC und die WSG Tirol haben sich die zwei verbliebenen Plätze in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga gesichert. Der WAC beendete nach einem spektakulären 5:3-Sieg am Sonntag bei Austria Wien den Grunddurchgang auf Rang fünf, WSG Tirol reichte ein Heim-1:1 gegen Rapid Wien für Platz sechs. Hartberg muss nach einem späten Gegentreffer zum 3:3 gegen St. Pölten in die Qualifikationsgruppe. Ried verlor in Altach 1:2. Sturm Graz spielte bei der Admira 0:0.

Der WAC ließ sich im letzten Spiel des Grunddurchgangs auch von einem frühen Rückschlag durch einen Treffer von Austria-Stürmer Marco Djuricin nicht beirren. Luka Lochoshvili (14.), Thorsten Röcher (33.), Dejan Joveljic (44.), Michael Liendl (53.) und Dario Vizinger (86.) trafen für den WAC, der nun am Osterwochenende als Fünfter ins Rennen um die Europacup-Startplätze geht. Für die Austria hatten es Alexander Grünwald (66.) und Agim Zeka (78.) im Finish noch einmal kurz spannend gemacht. Für die Violetten war die Qualifikations-Gruppe bereits fix. Das Team von Peter Stöger startet dort mit zwei Zählern Rückstand auf die voranliegenden Hartberger.

Zu einem Herzschlagfinale kam es um Platz sechs zwischen Hartberg und WSG Tirol. Der Tiroler Truppe von Coach Thomas Silberberger reichte in der 22. Runde ein 1:1-Remis gegen den Zweiten Rapid, da der Siebente TSV Hartberg im Parallelspiel gegen SKN St. Pölten in der Nachspielzeit noch den 3:3-Ausgleich kassierte. Damit blieben die Tiroler am Ende des Grunddurchganges einen Punkt vor den Steirern Sechster.

Die auswärts nun vier Partien sieglosen Hütteldorfer liegen sieben Zähler hinter Leader und Titelverteidiger Red Bull Salzburg zurück. Dass der Abstand vor der Punkteteilung größer wurde, lag daran, dass Topstürmer Ercan Kara in der 94. Minute mit einem Elfmeter an WSG-Tormann Ferdinand Oswald scheiterte. Zuvor hatte „Joker“ Tobias Anselm (84.) die Rapid-Führung von Kelvin Arase (74.) ausgeglichen.

Ein bitterer Abend war es für den TSV Hartberg. Die Oststeirer müssen als Tabellensiebenter in die Qualifikationsrunde, obwohl sie zuhause gegen St. Pölten zweimal einen Rückstand drehen konnten. Die Tore erzielten von Bakary Nimaga (65.), Seifedin Chabbi (72.) und Sascha Horvath (76.). Für St. Pölten trafen zunächst Robert Ljubicic (40.), Taylor Booth (67.). Das schon sicher gewähnte Meistergruppen-Ticket kam dann aber doch noch abhanden: In der vierten Minute der Nachspielzeit glichen St. Pölten erneut aus. Daniel Drescher verlängerte einen Eckball auf Kofi Schulz, der den Ball im Tor unterbrachte und die Gastgeber in die Qualifikationsgruppe mitnahm.

Dort trifft man unter anderm auf die SV Ried, die ohne Erfolgserlebnis in die entscheidende Phase um den Klassenerhalt geht, Altach dagegen mit breiter Brust. Die Vorarlberger besiegten Ried am Sonntag mit 2:1, womit die Innviertler auch nach zehn Spielen unter Trainer Miron Muslic noch ohne Sieg sind. Matchwinner der Vorarlberger war Ried-Schreck Emanuel Schreiner.

Admira und Sturm Graz beenden die erste Meisterschaftsphase in der Fußball-Bundesliga mit einer Nullnummer. Das Unentschieden vor der Punkteteilung ließ vor allem den Tabellenletzten hadern, denn die Südstädter hatten zum Abschluss des Grunddurchgangs die deutlich besseren Chancen. Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl bewahrte seine Mannschaft vor einer Niederlage.


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