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Ärger in Vils: Gratistests bei deutschen Nachbarn heiß begehrt

Die zunehmende Zahl deutscher Ausflügler beim Testbus in Vils sorgt für Aufregung. Die Polizei will die Präsenz verstärken.

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Der Testbus in Vils ist durchgehend gut besucht. Täglich werden dort bis zu 550 Abstriche gemacht. Auch Ausflügler nutzen die Gratistests.
© Simone Tschol

Von Simone Tschol

Vils – „Das ist ja eine Frechheit! Wie kommen wir dazu, den Deutschen die Tests zu finanzieren?“ Diese Frage treibt derzeit einige Außerferner um. Der Grund dafür ist, dass immer öfter deutsche Staatsbürger den Testbus beim Autohof Huter in Vils für einen kostenlosen Antigen-Schnelltest nutzen. „Ja, das Problem haben wir“, bestätigt Michael Schweiger von der Tirol Ambulanz, welche die Abstrichnahmen im Testbus durchführt. Und er meint damit nicht Grenzpendler oder die Lenker der Transit-Lkw. „80 Prozent der bei uns Getesteten sind Rumänen, Bulgaren, Italiener und so weiter. Ohne den Testbus würde der Transit stehen. Aber man wundert sich dann schon, wenn ein Auto aus Frankfurt stehen bleibt und alle in Skianzügen aussteigen oder vier junge Burschen aus Augsburg daherkommen, die sich nicht einmal ausweisen können oder andere einem erzählen, dass sie mit ihrem Hund am Plansee eine Runde spazieren gehen wollen“, erzählt Schweiger.


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