Kontrovers diskutiert: Landecker Bezirksschlachthof im Finale

Bis Mitte April soll feststehen, welche Gemeinden sich fix am Projekt beteiligen.

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Fließ – Es gehe nicht nur um einen Schlachthof – für Hans-Peter Bock geht es um Kulturlandschaftspflege, Nahversorgung und Tierwohl. Der Fließer Bürgermeister ist ein Verfechter des geplanten regionalen Schlachthofs im Bezirk Landeck.

Das Projekt wurde zuletzt durchaus kontroversiell diskutiert. Es soll Transportwege kurz halten und eine wichtige Anlaufstelle für Direktvermarkter werden, fand aber aufgrund der Investitionssumme und des Standorts nicht überall Anklang – 2,3 Mio. Euro würde es kosten, den bestehenden Schlachthof in Fließ auszubauen. Einen Teil davon trägt ein noch zu gründender Gemeindeverband.

Nicht alle Gemeinden erklärten sich bereit mitzutun – in der vergangenen Woche gab es ein Treffen, um die weiteren Schritte zu besprechen. „Es wird den Gemeindeverband geben“, betont Bock. Nach aktuellem Stand werden sich zwischen zwölf und 14 Gemeinden beteiligen. Bis Mitte April haben die Bürgermeister nun Zeit, ihre Gemeinderäte zu informieren. Ihr Anteil an den geplanten Kosten hat sich verändert – auch weil es Nachbesserungen beim Verteilungsschlüssel gegeben hat, wie Bock betont.

Landeck und Prutz gehören zu denen, die noch überlegen. Er will den Gemeinderat befassen, weil auf die Gemeinde Mehrkosten zukommen werden, betont der Prutzer Bürgermeister Heinz Kofler. Er hatte zuletzt den Standort des Projekts in Fließ kritisiert. „Es gibt momentan keinen optimaleren“, betont er nun. Für Landeck wird es nach Überarbeitung des Beteiligungsschlüssels voraussichtlich etwas günstiger, sagt Stadtchef Herbert Mayer. Grundsätzlich habe man beschlossen mitzutun, er halte sich aber auch eine andere Option offen.

Noch unklar ist, ob der Bezirksschlachthof, wie geplant, ausgebaut wird oder ob man das Projekt reduziert. (mr)


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