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Israelischer Politologe im Interview: „Am Ende könnten wir ein fünftes Mal wählen“

Der israelische Politologe Gideon Rahat über Netanjahus Populismus, die Krise der Sozialdemokratie und endloses Feilschen um eine Regierung.

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Premier Netanjahu mischte sich am Vortag der Wahl noch einmal unters Volk. Er stilisiert sich zum Ausdruck des Volkswillens.
© AFP

Von Floo Weißmann

Tel Aviv – Heute wählen die Israelis zum vierten Mal binnen zwei Jahren ein neues Parlament. Zuletzt hatte die Corona-Krise den nationalkonservativen Langzeit-Premier Benjamin Netanjahu und seinen zur Mitte orientierten Rivalen Benny Gantz in eine Koalition gezwungen. Die Regierung scheiterte am Streit um das Budget. Gantz’ Bündnis Blau-Weiß ist inzwischen zerbröselt, und Netanjahus Likud dürfte mit Abstand stärkste Kraft werden. Aber in Israels zersplittertem Parlament braucht es mehrere Partner, weshalb die Regierungsbildung als offen gilt. Über die Aussichten sprach die TT mit dem Politologen Gideon Rahat von der Hebräischen Universität Jerusalem.


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