Prozess gegen Ernst August von Hannover in Wels

Ernst August von Hannover steht am Dienstag in Wels vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, sich im Sommer mit Alkohol und Medikamenten fahrlässig in den Zustand der Zurechnungsunfähigkeit versetzt und in dieser Verfassung im Almtal u.a. einen Polizisten verletzt, eine andere Beamtin sowie Angestellte bedroht zu haben. Schon eineinhalb Stunden vor Beginn des Prozesses fanden sich etliche Journalisten, Fotografen und Kameraleute - viele aus Deutschland - vor dem Gericht ein.

Ob es am ersten Tag bereits ein Urteil geben wird, ist ungewiss. Mehr als zehn Zeugen sind geladen und ein psychiatrischer Sachverständiger soll gehört werden. Denn wäre Ernst August zurechnungsfähig gewesen, würde man ihm Widerstand gegen die Staatsgewalt, schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung, Sachbeschädigung und Nötigung zur Last legen. Vor dem Strafgericht drohen ihm im Fall einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft. Vorerst hatten die Vorfälle für den 67-jährigen Welfenprinzen, der häufig in Grünau (Bezirk Gmunden) weilt, nur die Konsequenz, dass er mit einem vorläufigen Waffenverbot belegt wurde.

Verteidiger Malte Berlin wollte sich im Vorfeld nicht äußern, wie sich sein Mandant verantworten wird. Sollte Ernst August nicht erscheinen, wird vertagt. Eine Verhandlung in Abwesenheit ist nicht vorgesehen.

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