Inmitten großer Namen zum persönlichen Eiskunstlauf-WM-Traum

Eiskunstlauf-WM: Nach der abgesagten EM gibt es ab heute in Stockholm doch noch mehr als ein Schaulaufen – mit rotweißroten Hoffnungen.

Maurizio Zandron stellt sein Können unter Beweis.
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Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Eiskunstlauf hat Tradition in Österreich und doch liegt auf den Medaillen etwas Staub. Vor genau 30 Jahren war Claudia Kristofics-Binder als bislang Letzte zu WM-Bronze gelaufen, ein Jahr danach ein weiteres Mal, dazu kam noch EM-Gold. Die Hoffnungen, demnächst wieder eine Sportlerin des Jahres zu stellen, sind für die aktuellen Läufer gering. Zu groß sind die erst 16-jährigen Russinnen Anna Schtscherbakowa und Alexandra Trusowa, US-Titelverteidiger Nathan Chen und Yuzuru Hanyu (JPN) oder die im Paarlauf noch amtierenden Weltmeister Sui Wenjing/Han Cong aus China.

Die Paarläufer Miriam Ziegler und Severin Kiefer.
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Zumindest eine gewichtige Nebenrolle wollen die Rotweißroten in der Stockholmer Ericson-Globe-Arena aber doch spielen – bei der ersten Großveranstaltung seit der EM im Vorjahr in Graz, nachdem die EM in Zagreb und die WM 2020 in Montreal abgesagt hatten werden müssen.

Die Ziele sind klar: Österreichs Parade-Paar Miriam Ziegler und Severin Kiefer will sich mit einem Top-Ten-Platz gleich das Olympia-Ticket für Peking 2022 sichern. Selbst wenn noch nicht klar ist, wie die Qualifikation läuft. „Wir bauen stark darauf“, bekräftigt der Salzburger. Rang zehn hatten die beiden schon bei der WM 2019 eingefahren, womit sie für das beste österreichische Ergebnis seit 21 Jahren gesorgt hatten.

Bereits heute im Einsatz ist auch Olga Mikutina. Die 17-jährige Gymnasiastin feiert ihre WM-Premiere so wie auch der seit zwei Jahren für Österreich startende Maurizio Zandron aus Südtirol, der morgen an der Reihe ist. Das Ziel der Vorarlbergerin heißt Finale – jenes der besten 24.

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Zandron hat Ähnliches vor. An einer Zahl macht der 28-Jährige seinen WM-Plan aber nicht fest: „Ich will einfach mein Bestes geben, fehlerfrei laufen und dann sehen wir, was rauskommt.“ Im Vorjahr bei der EM in Graz schaffte er nach einem Sturz im Kurzprogramm als 26. den Schritt in die Kür nicht, mit drei Sprungkombinationen, darunter Dreifach-Axel, Dreifach-Rittberger, hofft er morgen auf mehr. „Das wäre natürlich ein Riesentraum, aber angesichts des internationalen Feldes unglaublich schwer“, erklärt Trainerin Claudia Houdek, „alles, was Rang und Namen hat, ist hier, nur die Zuschauer fehlen.“

Bei den Damen im Einsatz: Olga Mikutina.
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