Hopfgarten baut für Kinder aus

Das 700-Seelen-Dorf braucht für die jungen Familien einen größeren Kindergarten.

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Der Kindergarten bekommt einen Zubau und eine Krabbelstube für die unter Dreijährigen. Baubeginn ist nach Ostern.
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Von Catharina Oblasser

Hopfgarten i. D. – Abwanderung hin oder her, im Defereggen gibt es mehr Nachwuchs als in so manchen vergangenen Jahren. Deshalb braucht die Gemeinde Hopfgarten, die rund 700 Einwohner zählt, einen größeren Kindergarten. Der Bau ist an die Volksschule angeschlossen und wird nun erweitert.

„Unser Kindergarten ist 25 Jahre alt, es ist Zeit für eine Erneuerung“, sagt Bürgermeister Franz Hopfgartner. „Es haben sich ja auch die Richtlinien und Platzvorgaben geändert.“ Zählte man in Hopfgarten nicht selten nur zehn bis zwölf Kindergartenkinder, so sind es jetzt 22. Drei Pädagoginnen kümmern sich um die Kleinen. Dazu kommen noch die unter Dreijährigen, für die auch Betreuungsbedarf angemeldet wurde. Sie finden künftig in der Krabbelgruppe Platz, die in einer Galerie im Obergeschoß untergebracht wird. Statt wie bisher 140 Quadratmeter wird dem Hopfgartner Nachwuchs nach dem Zubau doppelt so viel Fläche zur Verfügung stehen, führt der Bürgermeister aus. Ein neuer Gruppenraum, eine Garderobe und neue Sanitärräume zählen zum Programm.

Kurz nach Ostern will die Gemeinde mit den Arbeiten beginnen, damit im Herbst alles fertig ist. 800.000 Euro fließen in das Projekt, ein Teil davon wird mit Landesmitteln finanziert. Dennoch bleibt dem kleinen Ort noch eine stattliche Summe, die gezahlt werden muss. Doch Franz Hopfgartner meint: „Wenn wir wollen, dass die Familien im Dorf bleiben, müssen wir auch etwas für sie tun.“

Architekt Peter Schneider zeichnet für das Projekt verantwortlich. Er plante die Erweiterung im alpinen Bergdorf als Holzbau mit Alufassade. „Das Gebäude muss robust und wetterfest sein,“ begründet er.

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