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Alles in Einklang bringen: Was Geigen und Quigong gemeinsam haben

Nicole Neussl baut und repariert Geigen im Zillertal. Sie bietet auch Qigong an. Wie beim Instrument komme es beim menschlichen Körper auf intakte Schwingung an, meint sie.

Alles handgemacht und aus Naturmaterialien: Geigenbauerin Nicole Neussl wirft einen letzten prüfenden Blick auf ihr Werk.
© ServusTV/Neumayr

Von Angela Dähling

Kaltenbach – Sie ist ein besonderes Meisterwerk der Handwerkskunst: die Geige. Wie man aus ein paar Rohholzstücken und weiteren Naturmaterialen ein Instrument bauen kann, dessen Klang die Menschen berührt wie kaum ein zweites, wissen nur wenige. Nicole Neussl ist eine davon. Die zweifache Mutter ist gelernte Geigenbauerin.

„Nach dem Abitur machte ich zunächst eine Töpferlehre“, erzählt die gebürtige Wolfsburgerin. Zum Studieren verschlug es sie nach München, dann nach Mittenwald und schließlich durch ihren Mann, den Musiker Stefan Neussl, ins Zillertal. „Ich spiele selbst Geige“, erzählt sie. Als ihr Instrument eines Tages zu reparieren war und sie in eine Geigenbauwerkstatt ging, nahm das Schicksal seinen Lauf. „Ich war schon immer sehr handwerklich und wollte mit meinen Händen arbeiten. Aber auch die Musik faszinierte mich. Da war eine Ausbildung zur Geigenbauerin der logische Schritt“, sagt sie. In Mittenwald setzte sie ihre Pläne um. „In meinem Semester waren wir dort zu dritt“, erzählt sie schmunzelnd. In der Ausbildung hat Neussl etliche Instrumente gebaut. Auch eine Bratsche gehörte dazu.


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