Fivers bieten Berlin eine Hälfte Paroli, verloren aber 27:35

Das Überraschung von Wien-Margareten ist ausgeblieben. Die Fivers konnten am Dienstag gegen die klar favorisierten Füchse Berlin im Achtelfinalhinspiel der European Handball-League nur eine Hälfte mithalten, verloren schließlich 27:35 (15:17) und müssen ohne realistische Aufstiegschance zum Rückspiel am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) in Berlin fahren.

Im Viertelfinale wartet auf den Gewinner Montpellier oder Kadetten Schaffhausen. Die Schweizer mit den Österreichern Sebastian Frimmel, Lukas Herburger und Kristian Pilipovic holten am Dienstag auswärts ein 27:27.

Ohne ihren verletzten Shootingstar und künftigen Lemgo-Legionär Lukas Hutecek (Fingerbruch an der Wurfhand) zeigten sich die Wiener in ihrer leeren Heimhalle zumindest 30 Minuten lang konkurrenzfähig. In der intensiven ersten Hälfte boten sie den körperlich überlegenen Füchsen, die mit Paul Drux, Jacob Holm und Hans Lindberg drei Stammspieler vorgeben mussten, mit viel Lauffreude und Dynamik Paroli und verkauften ihre Haut teuer. Zwar zogen die Füchse in der siebenten Minute auf 7:4 davon. Unterstützt von einem starken Goalie Wolfgang Filzwieser kamen die Fivers aber bald wieder heran und schafften vor der Pause noch zweimal den Ausgleich (11:11/18. und 15:15/27.).

Nach der Pause brach sich dann allerdings die Klasse des Tabellenfünften der deutschen Bundesliga Bahn. Die Fivers fanden vorne kaum ein Durchkommen mehr oder scheiterten an Goalie Dejan Milosavljev, hinten kassierte man Treffer um Treffer. Während die konsternierten und hektischen Wiener nur drei Tore in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte erzielten, setzten sich die Füchse bis auf 31:18 (45.) ab und hatten die Partie eisern im Griff. Immerhin schafften es die Hausherren im Finish, den Rückstand noch in den einstelligen Bereich zu drücken.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

„Wenn wir die ganze Zeit aufs Tempo drücken, dann machen wir auch Fehler“, resümierte Fivers-Coach Peter Eckl im ORF. „Und wenn die dann gehäuft auftreten, dann gehört Reife dazu, um das Tempo auch zu reduzieren. Das haben wir nicht ganz geschafft. Am Ende hat man gesehen, dass wir uns zurückkämpfen können, um das Ergebnis erträglich zu machen. Wir müssen noch lernen, dass wir clever sein müssen und nicht alles in einem Spiel erdrücken müssen.“


Kommentieren


Schlagworte