Umwelt-NGOs nahmen österliches Sortiment unter die Lupe

Angesichts des nahenden Osterfests haben Mitarbeiter von Umwelt-NGOs das einschlägige Sortiment in heimischen Supermärkten untersucht - und erneut ein eher ernüchterndes Fazit gezogen. Beim „öko-fairen Check“ von Global 2000 fiel fast jeder dritte Schoko-Osterhase durch, Greenpeace fand heraus, dass 29 von 54 der Eier-Färbemittel für die Gesundheit problematische Stoffe wie etwa Azofarben enthielten.

Beim „öko-fairen Check“ prüften die Menschenrechtsorganisation Südwind und Global 2000 insgesamt 30 Schokolade-Hohlfiguren auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards bewertet und nach Ampelfarben kategorisiert. Etwa jedes zweite Produkt setze immerhin schon in einem der beiden Bereiche – also entweder bei ökologischen oder bei sozialen Kriterien – auf Standards, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Sechs der 30 Figuren überzeugen in beiden Bereichen.

Dennoch fiel wie bereits im Vorjahr jedes dritte Produkt im öko-fairen Check durch. „Für ein sozial und ökologisch faires Osterfest gibt es vor allem bei den großen Marken noch viel Aufholbedarf. Unternehmenseigene Gütesiegel ersetzen keine unabhängige Überprüfung. Kundinnen und Kunden brauchen Qualitätsstandards, die seriös und nachvollziehbar sind“, sagten Angelika Derfler von Südwind und Martin Wildenberg von Global 2000.

Greenpeace nahm bei einem „Marktcheck Ostern“ das Angebot an gefärbten Ostereiern und Produkten zum Selberfärben unter die Lupe. Während sich auf den bereits gekochten und gefärbten Eiern in der Regel nur unbedenkliche Farben finden, war die Situation bei Produkten zum Selberfärben wenig erfreulich: 29 von 54, also mehr als die Hälfte der Färbemittel, enthielten für die Gesundheit problematische Stoffe wie etwa Azofarben. Greenpeace forderte folgend den Verkaufsstopp von allen gesundheitsgefährdenden Farben.

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Auf Nummer sicher gehe man derzeit nur bei einem Supermärkten: MPreis aus Tirol bietet ausschließlich unbedenkliche Eierfarben zum Selberfärben an und belegte den ersten Platz beim „Marktcheck Ostern“. „Gesundheitsgefährdende Stoffe in den Farben gehören nicht ins Osternest und schon gar nicht in Kinderhände. Diese Produkte immer noch zu produzieren und zu verkaufen, ist unnötig und unverantwortlich“, so Lisa Panhuber, Konsumexpertin von Greenpeace in Österreich. Die von Greenpeace kritisierten Eierfarben enthalten demnach Stoffe, die im Verdacht stehen, Hautreizungen auszulösen, Asthma mit zu verursachen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung) zu begünstigen.


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