Im Osten Österreichs kommen neue Corona-Verschärfungen

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Im Osten Österreichs wird es aufgrund der übermäßigen Belastung der Spitäler mit Corona-Intensivpatienten zu neuen Maßnahmen kommen. Das erfuhr die APA Mittwoch früh aus Verhandlerkreisen. Die Details werden heute bekannt gegeben. Die Landeshauptleute von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland haben bis tief in die Nacht mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gerungen und sich gegen 2.30 Uhr auf Verschärfungen geeinigt.

Im Gespräch war ein echter Lockdown, man hielt sich Mittwochvormittag aber mit Informationen noch vollkommen bedeckt, was für große Verwunderung sorgte. Die geplanten Maßnahmen sollen erst am Abend der Öffentlichkeit präsentiert werden, so lautete zumindest der Plan des Gesundheitsministeriums. Deswegen wurde wohl auch der wöchentliche Ministerrat ohne Medien abgehalten: Sowohl das traditionelle Pressefoyer nach der Regierungssitzung als auch ein avisierter Termin mit Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Anschober zum Thema Corona-Impfungen am Rande des Ministerrats wurden ersatzlos gestrichen.

Aus dem Büro von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hieß es, dass es im Lauf des Tages noch weitere Gespräche auf verschiedenen Ebenen geben werde. Darum sei die Einigung auch noch nicht sofort verkündet worden. Man habe „absolutes Stillschweigen“ vereinbart, teilte ein Sprecher der APA mit.

Daher herrschte - wenig verwunderlich - Mittwochvormittag vorerst ein mediales Rätselraten über die vereinbarten Maßnahmen. Die Spekulationen reichten von soften Maßnahmen bis zu einem mehrwöchigen Lockdown im Osten. Die Bundesregierung hat gestern Abend die drei Bundesländer jedenfalls geschlossen zu ernsten Maßnahmen gedrängt. Dem Vernehmen nach wurde zu später Stunde auch Kanzler Kurz in die Verhandlungen eingebunden.

Anschober verlangte vor Beginn des Gesprächs ein „Paket, das wirklich hilft, den drohenden Kollaps der Spitäler zu verhindern“. Wiens Bürgermeister Ludwig sprach von einer „Osterruhe“ ohne Näheres zu sagen. Deutschland hat sich unter diesem Begriff ein komplettes Runterfahren des öffentlichen, wirtschaftlichen und privaten Lebens von 1. bis 5. April verordnet. Auch die Supermärkte werden schließen und nur am Karsamstag öffnen.

Auch die bei den gestrigen Gesprächen anwesenden Gesundheitsexperten empfahlen Ludwig, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) einen harten Lockdown und zeichneten eine ziemlich dramatische Prognose für die kommenden Tage und Wochen.


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