Ältester aktiver Priester der Diözese Innsbruck feierte 70. Jubiläum

Der 96-jährige Wallfahrtsseelsorger Josef Götz feierte sein 70. Priesterjubiläum mit Bischof Hermann Glettler.
© Gerhard Berger

Zams, Kronburg – Er ist der älteste aktive Seelsorger der Diözese Innsbruck: Josef Götz hat mit 96 Jahren schon einiges erlebt – an den Ruhestand denkt er noch nicht. Seit 2003 kümmert sich der Priester um die Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frau Maria Hilf“ in Kronburg bei Zams.

Dort feierte er kürzlich auch sein 70. Priesterjubiläum. Unter den Gratulanten war nicht nur Bischof Hermann Glettler, sondern auch der Stamser Abt German Erd, Pfarrer Herbert Traxl und Vikar Adam Pendel, die gemeinsam mit ausgewählten Gästen eine Messe zelebrieren.

„Dass jemand sein 70. Priesterjubiläum feiert, ist außergewöhnlich“, betont Traxl. Götz sitzt seit zwei Jahren im Rollstuhl – trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, jede Woche die Messe in Kronburg zu eröffnen, betont er. „Er ist als Wallfahrtsseelsorger nie in den Ruhestand getreten.“ Josef Götz wohnt in direkter Nachbarschaft zur Wallfahrtskirche im Widum und wird dort von Schwester Rosemarie betreut, wie Traxl erklärt.

Der Jubilar wurde am 26. Dezember 1924 in Michelsneukirchen (Bayern) geboren, schon als Kind soll es ihn zu Wallfahrtskirchen hingezogen haben. Im Zweiten Weltkrieg wurde er schwer verletzt. Nach dem Krieg trat er dann ins Priesterseminar in Regensburg ein und wurde am 26. März 1951, einem Ostermontag, geweiht. Er war in mehreren Pfarren tätig und bekam für sein Wirken unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Band der Bundesrepublik Deutschland um seine Verdienste für die Jugend.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Götz wurde vom damaligen Erzbischof Alois Kothgasser als Wallfahrtsseelsorger bestellt. Sein Wunsch sei es, oben zu bleiben und irgendwann auch in Kronburg beerdigt zu werden, sagt Traxl. (mr)


Kommentieren


Schlagworte