Altes Kraftwerk in Finkenberg wird rückgebaut, Gemeinde kauft Areal

Die Anlage Bösdornau in Finkenberg hat ausgedient. Die Gemeinde kauft das 12.000 Quadratmeter große Areal.

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Die Zeit des Kraftwerks Bösdornau ist abgelaufen. Daher wird die Anlage rückgebaut und es entsteht vorerst wieder eine grüne Wiese.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Finkenberg – Beim Wasserkraftwerk Bösdornau herrscht gerade Hochbetrieb. Doch dort wird nicht mehr Energie produziert, im Gegenteil: Das rund 90 Jahre alte Kraftwerk in Finkenberg wird derzeit abgerissen.

Vor drei Jahren hat man sich bereits dafür entschieden, das in die Jahre gekommene Kraftwerk nicht zu erneuern. Stattdessen wurde das Großprojekt Unterer Tuxbach vom Verbund gemeinsam mit den Stadtwerken Schwaz geplant und in den letzten Jahren umgesetzt. Mittlerweile ist dieses in Betrieb und das kleine Kraftwerk Bösdorna­u somit stillgelegt. „Daher wird die gesamte oberirdische Anlage nun rückgebaut. Dort entsteht schon bald eine grüne Wiese“, erklärt Bürgermeister Andreas Kröll. Und dieses grüne Grundstück auf rund 12.000 m² ist durchaus begehrt. Doch die Gemeinde erhält den Zuschlag und kauft dem Verbund das Areal ab. „Der genaue Kaufpreis ist noch offen und wird jetzt dann von einem Experten der Landwirtschaftskammer geschätzt – das sollte also ein fairer Preis sein und wurde vorab im Partnerschaftsvertrag mit dem Verbund auch so festgelegt“, sagt der Ortschef.

Für ihn ist es trotz schwieriger Zeiten durch die Pandemie eine gute und vor allem wichtige Investition. „Im Prinzip ist dort alles möglich. Noch ist die Entwicklung offen“, erklärt Kröll. Einen Wohnbau könne er aus derzeitiger Sicht eher ausschließen, da es dazu bereits andere Projekte im Ort gebe. Aber man wolle für jede Möglichkeit offenbleiben. Vorerst bleibt die Fläche definitiv grün. „Bis wir wissen, was konkret damit passieren soll, möchten wir die Wiese verpachten“, sagt Kröll.

Eine interessante Möglichkeit bietet sich laut dem Finkenberger Bürgermeister auch mit der stillgelegten Zuleitung zum Kraftwerk. Der etwa 700 Meter lange Tunnel könnte eventuell touristisch genutzt werden. „Da braucht es natürlich ein gutes Konzept dazu, aber ein Schau­stollen wäre durchaus denkbar“, sagt Kröll.

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