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Warten auf Lärmschutz in Tirol: „Kriegen tut nur der was, der ganz laut schreit“

Das Leben zahlreicher Tiroler ist durch Verkehrslärm beeinträchtigt. Das Warten auf Schutzmaßnahmen zieht sich häufig über viele für die Betroffenen unerträgliche Jahre, in denen die Belastung weiter ansteigt.

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Um sich Gehör zu verschaffen, greifen Autobahnanrainer zu ungewöhnlichen Maßnahmen, das Bild entstand bei einer Blockade der A13.
© boehm

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Autobahn-Anrainer Gerhard Steinlechner verspricht sich viel von den Umgebungslärm-Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Wir kämpfen schon so lange, hoffentlich gibt es bald Licht am Ende des Tunnels. Die Grenzwerte müssen endlich angepasst werden, sie sind viel zu hoch.“ In Vomp werden Unverständnis und Groll immer größer, betroffen sind viele Familien in Wohnsiedlungen, in denen sich der Lärm „besonders wohl fühlt“, wie Steinlechner sagt. Denn anders als im Flachland, wo 150 bis 200 Meter neben einer stark befahrenen Strecke die Belästigung schon deutlich geringer ist, sind die bewohnten Hanglagen, wie sie in Tirols engen Tälern überall zu finden sind, besonders betroffen. Der Lärm breitet sich nach oben aus – ein Umstand, der durch Berechnungen längst nachgewiesen ist, der aber andernorts in und außerhalb Österreichs viel zu wenig Gehör findet, ärgern sich die Betroffenen.


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