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TT-Analyse zu Tivoli-Plänen: Warum soll ein Investor nicht träumen dürfen?

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Florian Madl

Analyse

Von Florian Madl

Das saß gestern also das Phantom Matthias Siems, das nun keines mehr ist. Ganz unprätentiös in einem Innsbrucker Hotel in einer Holzstube. Einer wie Sie und ich, nur vielleicht mit dem Unterschied, dass der Hamburger neben zahlreichen Visionen auch über die monetären Hebel verfügt, diese umzusetzen. Ob das angedachte „Holz-Tivoli“ nun tatsächlich ab 2023 aus dem Boden schießt, steht nicht fest. Auch die für Studenten gedachten sozialen Wohnanlagen mit einem akzeptablen Mietpreis sind noch nicht mehr als ein Farbklecks auf der Visualisierung eines findigen Architekten. Aber zumindest nahm sich hier einer die Zeit, Ideen zu spinnen.

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Dass Matthias Siems imstande ist, Dinge umzusetzen, dokumentiert sein Portfolio. Nun geht es darum, eine auf Innsbruck angepasste Lösung zu finden, die über das Sportliche hinausreicht. Synergieeffekt nennt man es, wenn zwar der in der Vergangenheit gebeutelte FC Wacker als Anker dient, aber daneben allerhand entsteht, was von gesellschaftlichem Nutzen sein kann.

Es wäre wohl zu kurzfristig gedacht, den Deutschen am sportlichen Erfolg zu messen. Der blieb auf größerer Ebene zunächst auch bei Dietrich Mateschitz’ Fußballprojekt aus, was an dieser Stelle schon mehrfach kommentiert wurde. Zuletzt allerdings nicht mehr – seit dem Konzept des Steirers mit Nachhaltigkeit beschieden war. Das Gemaule über den Dosen-Club gehört längst der Vergangenheit an, von einem maroden Bundesliga-Teilnehmer hält die Öffentlichkeit schließlich weniger als von einem spektakulär spielenden Top-Club. Tradition hat ihre Grenzen.

Der Unternehmergeist von Matthias Siems könnte, in geordnete Bahnen gelenkt, für Innsbruck und Tirol eine Chance darstellen. Die sollte zumindest ermöglicht, nicht schlechtgeredet werden. Was also spricht dagegen, im Sinne des großen Ganzen laut zu träumen. Gejammert wurde beim FC Wacker in der Vergangenheit ohnehin genug.


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