Österreichs Filmbranche fordert Geschlechterquote

Österreichs Filmschaffende treten gemeinsam für eine Filmförderung ein, die sich an einer Geschlechterquote orientiert: Die Initiative „No Change Without Change“ hat dazu vor vier Wochen eine Petition aufgesetzt, die bis dato von 1.500 Menschen unterzeichnet wurde, darunter Prominente wie Caroline Peters, Mirjam Unger, Josef Hader oder Manuel Rubey. Nun wurde die Petition an Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) übergeben.

Getragen wird die Initiative dabei nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch zahlreichen Institutionen, etwa den Berufsverbänden der Kameraleute und der Szenen- und Kostümbildner*innen oder dem Filmfestival Crossing Europe. Auch der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer ist mit an Bord. „Gleichstellung und Diversität sind uns allen ein Anliegen. Bei der Umsetzung ist es wichtig, die Inhalte der Gleichstellungsinitiative, die Prioritäten der Kunstpolitik und die berechtigten Forderungen nach fairen und wirtschaftsorientierten Rahmenbedingungen miteinander zu verknüpfen“, bekundete Spartenobmann Alexander Dumreicher-Ivanceanu in einer eigenen Aussendung seine Unterstützung.

„Es hat sich herumgesprochen, dass ein gerechteres, diverseres Vergabesystem letztlich der gesamten Branche zugutekommen wird“, zeigte sich am Donnerstag Regisseurin Elisabeth Scharang als eine der Initiatorinnen der Petition optimistisch. Dies sei auch nötig, betrachte man die derzeitige Faktenlage, wonach Frauen in Regie, Drehbuch und Produktion nur rund 30 Prozent der Förderbudgets bekämen. Entsprechend sei hier die Quote das probate Mittel, so Produzentin Barbara Pichler: „Das wird eingefahrene Systeme aufbrechen und eine neue Dynamik herstellen.“

Stichtag ist nun Ende April, wenn die neuen Richtlinien im Aufsichtsrat des Österreichischen Filminstituts zur Abstimmung kommen sollen. Bis dahin bleibt die Petition „No Change Without Change“ zur Onlineunterschrift offen.

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