Corona-Ausreisekontrollen in zwei Bezirken von NÖ gestartet

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In den beiden niederösterreichischen Bezirken Wiener Neustadt-Land und Neunkirchen haben die Corona-bedingten Ausreisekontrollen begonnen. Entsprechende Verordnungen traten um Mitternacht in Kraft. „Es wird stichprobenartig an den Bezirksausfahrten kontrolliert“, sprach Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner am Donnerstag von einem Vorgehen analog zu jenem in der Stadt Wiener Neustadt. Dort gibt es bereits seit 13. März Ausreisekontrollen.

Zusätzliche Kräfte der Exekutive werden von anderen Bezirken, der Sicherheitsakademie und der Landesverkehrsabteilung hinzugezogen, erklärte Schwaigerlehner im Gespräch mit der APA. Sollte es zu Verzögerungen kommen, werden diese laut Polizei gering ausfallen. „Wir haben es in Wiener Neustadt gesehen: Die Bevölkerung ist sehr kooperativ und hat die erforderlichen Tests mit. Es gibt dementsprechend sehr wenig Wartezeiten“, sagte der Sprecher der Landespolizeidirektion Niederösterreich.

Die Verordnungen sehen eine generelle Ausnahme in Sachen Testnachweis bis einschließlich (dem heutigen) Donnerstag befristet vor. Anzeigen bei Verstößen soll es ab Freitag geben. Im Süden Niederösterreichs bildet sich nun quasi ein 80 Kommunen und mehr als 209.000 Einwohner umfassender Hochinzidenzraum. Notwendig wurden die Verordnungen, weil die Sieben-Tages-Inzidenz in den Regionen jeweils zumindest eine Woche über der laut dem Gesundheitsministerium maßgeblichen Schwelle von 400 gelegen ist.

Fahrten zwischen Wiener Neustadt und dem Bezirk Wiener Neustadt-Land sind nun ohne Kontrollen möglich. Checkpoints gibt es Rathausangaben zufolge aber in Richtung Burgenland, zum Bezirk Neunkirchen sowie bei den Autobahnauffahrten und am Bahnhof.

Rupert Dworak, der Präsident des NÖ Gemeindevertreterverbandes, erhob indes am Donnerstag die Forderung nach einer sofortigen Durchimpfung der Einwohner der Bezirke Wiener Neustadt-Land und Neunkirchen - analog zum Tiroler Bezirk Schwaz. In Ternitz (Bezirk Neunkirchen), wo der SPÖ-Politiker als Stadtchef fungiert, könnten in der eigens eingerichteten Impfstraße 1.000 Personen pro Tag immunisiert werden. „In Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden“ sei die Impfung der Bevölkerung des Bezirkes „innerhalb eines Monats möglich“.


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