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Preissprünge, Lieferengpass: Auch Tiroler Möbelhandel alarmiert

Virus-Chaos und unkoordiniertes Corona-Vorgehen heizen Möbelteil-Preise an. Auf Lieferungen warte man Monate, warnt Branchensprecher Eberharter.

Eine Küchenmontage kann zum Spießrutenlauf werden, weil man monatelang auf Materialien und Teile warten muss, beklagt die Möbelbranche.
© iStock

Von Max Strozzi

Innsbruck – Im Vorjahr ist der Möbelhandel mit einem blauen Auge davongekommen. Doch nun setzen Rohstoff- und Materialengpässe, Lieferschwierigkeiten und Preissprünge auch den Möbelhändlern zu, schildert der Zillertaler Roman Eberharter, Präsident des europäischen Möbelhändlerverbands FENA. Wie bereits Tirols Bauinnungsmeister Anton Rieder schlägt nun auch er Alarm. „Bei Komponenten in der Möbelproduktion gibt es massive Preissteigerungen“, berichtet Eberharter. „Schaumstoffe für Polstermöbel beispielsweise wurden seit Herbst um 40 bis 50 Prozent teurer.“ Bei Federkernen betrage die Teuerung 15 bis 20 Prozent, bei Spanplatten ebenfalls rund 20 Prozent. Ein Ende dieser Entwicklungen sei in den nächsten Monaten nicht in Sicht. Derzeit würden die USA zudem viele Materialien wie beispielsweise OSB-Platten wegkaufen.


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