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E-Impfpass: Digitaler Schub durch die Pandemie

300.000 ELGA-Verweigerer bekommen keine Antigentests für zu Hause. Tausende melden sich deshalb wieder an. Der E-Impfpass ist für alle Pflicht.

Seit Oktober 2020 hat jeder Österreicher einen „leeren E-Impfpass“: Jede Impfung wird vom Arzt automatisch in den neuen E-Impfpass eingespeist.
© iStockphoto

Von Liane Pircher

Innsbruck – Eine 70-jährige TT-Leserin schreibt: „Aus Gründen des Datenschutzes habe ich mich von ELGA abgemeldet. Als ich in der Apotheke fünf SARS-CoV-2-Antigentests abholen wollte, bekam ich diese nicht, weil ich von ELGA abgemeldet bin. Meine Schwägerin besorgte mir dann welche. Ich war 40 Jahre vollbeschäftigt und habe brav in die Krankenkasse eingezahlt, da frage ich mich schon, was das soll.“

Renate S. (Name der Red. bekannt) ist kein Einzelfall. Fakt ist, dass sich ELGA-Verweigerer zwar vor Ort, in dem Fall in der Apotheke, testen lassen können, aber keine Gratis-Tests mit nach Hause nehmen können. „Ich verstehe den Unmut bei den Betroffenen und es tut mir auch sehr leid wegen dieses Nachteils, aber dazu kann man sich nur beim Gesetzgeber beschweren“, sagt Franz Leisch, Geschäftsführer der ELGA GmbH, dazu. Vom VKI (Verein für Konsumentenschutz) gibt es dazu bereits eine Klage. Gleichzeitig gibt es derzeit eine regelrechte Wiederanmeldungs-Welle bei der elektronischen Gesundheitsakte (kurz ELGA). Man habe deshalb sogar Personal zur Abarbeitung aufstocken müssen, so Leisch.


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