Laptops und Datenträger im Visier: Wieder Razzia bei Pilnacek

  • Artikel
  • Diskussion
Neue Entwicklungen in der Causa Pilnacek.
© APA

Wien – Neue Entwicklungen im Ermittlungs- und Disziplinarverfahren gegen Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek. Neuerlich sollen Ermittler bei ihm gewesen sein. Am Freitag sollen sie vor dem Wohnsitz des über viele Jahre einflussreichsten Mannes der österreichischen Justiz in Graz gestanden sein – laut Polizeikreisen das angebliche Ziel: die Sicherstellung des Laptops und anderer Datenträger.

Der Standard berichtet von einer Anordnung zur Sicherstellung in Graz durch die Staatsanwaltschaft Innsbruck. Laut Kurier sind auch vor Pilnaceks Haustür in Wien drei Ermittler gewesen. Angeblicher Hintergrund: Nach der Sicherstellung seiner Handys vor einem Monat habe Pilnacek ein Handy gekauft und mit seiner alten Nummer verwendet.

Die Staatsanwaltschaft habe vermutet, es handle sich um ein älteres Handy, auf dem womöglich relevante Daten seien. Pilnacek wird der Verrat einer Razzia vorgeworfen. Offenbar hat ein Senat der Bundesdisziplinarbehörde die Vorwürfe nicht für allzu konkret erachtet: Die Behörde hat am Freitag entschieden, dass Pilnacek nicht suspendiert werden soll. Rechtskräftig ist das nicht.

Anlass für die Suspendierung waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien, in deren Zuge auch Pilnaceks Handy beschlagnahmt worden war. Es ging es um den Verdacht, im Juni 2019 könnte über Ex-ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter, der den Vorwurf zurückwies, eine Hausdurchsuchung bei dem Investor Michael Tojner verraten worden sein. (TT)

3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte