Iran und China unterzeichnen Kooperationsabkommen

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Der Iran und China haben am Samstag ein Kooperationsabkommen über 25 Jahre unterzeichnet. „Unsere Beziehungen zum Iran werden nicht durch die gegenwärtige Situation beeinflusst, sondern sind dauerhaft und strategisch“, zitierten iranische Nachrichtenagenturen Chinas Außenminister Wang Yi. Das iranische Außenministerium nannte das Dokument einen Plan für eine Zusammenarbeit bei Handel, Wirtschaft und Transport „mit einem besondern Fokus auf den Privatsektor beider Seiten“.

Für China ist das Abkommen mit Teheran Teil seiner ehrgeizigen Initiative One Belt, One Road, die an die historischen Handelsrouten der Seidenstraße anknüpft. China ist bereits jetzt der wichtigste Handelspartner des Iran.

Bevor die USA 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausstiegen und neue Sanktionen gegen das Land verhängten, war China der weltweit größte Abnehmer iranischen Öls. Die Regierung in Peking hatte 2016 zugesagt, über zehn Jahre den bilateralen Handel auf 600 Milliarden Dollar mehr als zu verzehnfachen.

Das auf 25 Jahre angelegte Abkommen enthalte „politische, strategische und wirtschaftliche“ Vereinbarungen, hatte das iranische Außenministerium vor der Unterzeichnung für den Vertrag geworben. Teheran sei der Ansicht, dass das Abkommen „sehr effektiv zur Vertiefung der chinesisch-iranischen Beziehungen“ beitragen könne. Zugleich erinnerte man an den Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Teheran vor fünf Jahren, bei dem der Grundstein für die umfassende Kooperationsvereinbarung gelegt worden sei.

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Xi und sein iranischer Kollege Hassan Rouhani hatten damals eine Stärkung der bilateralen Beziehungen ihrer Länder beschlossen und unter anderem eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Häfen, Energie, Industrie und Dienstleistungen vereinbart. Der geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hatte die Kooperation mit China damals als „richtig und vernünftig“ bezeichnet.


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