Großglockner zum Drüberstreuen für Skibergsteiger Mayer

Skibergsteiger Andreas Mayer steigt als Gesamtweltcup-Siebenter in die Elite auf. Zur Belohnung stehen jetzt ein paar Genuss-Touren auf dem Programm.

Der Kirchdorfer Andreas Mayer lief in Madonna di Campiglio aufs Podest.
© Nils Lang

Von Roman Stelzl

Madonna di Campiglio – Das Skibergsteigen klingt ja per se mehr nach Berufung als nach Beruf, insofern verwundert es nicht, dass für den Tiroler Andreas Mayer das Erste nach der Weltcup-Saison eine – genau – Skitour ist. „Ich gehe am Dienstag auf den Großglockner“, erzählt der 19-jährige Kirchdorfer nach seiner Rückkehr vom Weltcup-Finale in Madonna di Campiglio (ITA). Und er schickt lächelnd nach: „Aber das sind jetzt nur mehr Genuss-Touren.“

Mit dabei ist der Salzburger Skibergsteiger Jakob Hermann – und diese Begegnung wird es heute nicht nur auf dem höchsten Berg Österreichs geben, sondern kommende Saison auch im Weltcup. Mit dem dritten Rang im Individual-Bewerb (Aufstieg und Abfahrt) in Madonna schloss Mayer seine Laufbahn im Junioren-Bereich (U20) ab und steigt somit in die Elite (Senior) auf. Zumindest was die Anforderungen der Strecken betrifft, die sich teils verdoppeln. Dort tritt der WSV-Kirchdorf-Athlet in der unterteilten U23-Kategorie gegen die Besten der Welt an. Und muss sich behaupten. „Mein Ziel ist es, nächstes Jahr im Gesamtweltcup in den Top 20 zu landen. Heuer wollte ich im Weltcup vorne mit dabei sein, das ist mir gelungen“, blickt Mayer ehrgeizig auf Geschehenes zurück und auf Kommendes voraus.

Den Gesamtweltcup schloss der Tiroler Weltcup-Einzelkämpfer bei den Herren als Siebenter, im Individual („Meine Spezialdisziplin“) gab es im Endklassement sogar den vierten Rang. Der Kärntner Paul Verbnjak holte sich dabei den Gesamtweltcupsieg. Mit diesem Rüstzeug setzt Mayer nach drei Wochen Skitouren-Saison mit Hochtouren zum Ausklang alsbald auf das Sommerprogramm, das vorrangig aus Rad-Training besteht.

Einen schönen Abschluss feierte auch die Zillertalerin Stephanie Kröll. Die 31-Jährige erreichte in Madonna mit Rang acht im Individual ihr bestes Weltcup-Ergebnis und schloss die Saison als Elfte der Gesamtwertung ab.


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