Reutte wählt am 7. April seinen neuen Bürgermeister

Bürgermeister Alois Oberer will sich nach seinem Polit-Aus im sozialen oder kulturellen Bereich engagieren.

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BM Alois Oberer (l.) und sein „designierter“ Nachfolger Günter Salchner.
© Helmut Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Reutte – Morgen Mittwoch, 31. März 2021, endet offiziell die elfjährige Amtszeit von BM Alois Oberer in Reutte, nachdem er zugunsten seines „designierten“ Nachfolgers Günter Salchner zurücktritt. Am 1. April wird VBM Gerfried Breuss die Leitung der Geschäfte im Bezirkshauptort übernehmen. Aber nicht lange, denn schon am Mittwoch, 7. April, ist die nächste Gemeinderatssitzung einberufen. Dort wird es zur Neuwahl des Bürgermeisters kommen. Die Mandatare können, wie berichtet, zwischen (BM-)Liste-Luis-Kandidat GV Salchner und ÖVP-Mann VBM Klaus Schimana wählen. Von Seiten der Liste Luis ist noch nicht entschieden, wer Salchner bei erfolgreicher Wahl als Gemeindevorstand nachfolgen soll. Auch noch nicht, wer für Oberer überhaupt in den Gemeinderat nachrücken wird. Beide Entscheidungen sollen in der Fraktionssitzung einen Tag vor der Gemeinderatssitzung getroffen werden. Baldigst will Salchner auch dem Vorstand der Regionalentwicklung (REA) ein Angebot legen, wie er sich nach seinem Ausscheiden als Geschäftsführer einen gedeihlichen Übergang vorstellt.

Oberer erklärt, dass er sich noch ein Jahr, bis zur Gemeinderatswahl im Februar 2022, stark für die Liste Luis engagieren will, um zu helfen, den Weg zu prolongieren. Nach seinem Polit-Aus schwebt ihm ein Engagement im Sozial- oder Kulturbereich vor. „Nichtstun ist nicht meines“, sagt der Noch-Marktchef.

Für Mitwerber Schimana finden beide anerkennende Worte. Salchner bezeichnet Schimana als konsensorientierten, wichtigen Teil des konstruktiven Klimas im Gemeinderat. Sie wüssten sich über Jahre verbunden, daran werde die Wahl nichts ändern. Und ein Wettbewerb der Konzepte und Ideen sei ja etwas sehr Positives. BM Oberer erklärt, dass er von Schimana trotz Oppositionsrolle nie ausgespielt worden sei: „Dass er zuletzt nach anfänglichen Bedenken die Erweiterung des Seniorenheimes doch voll mitgetragen und mich gelobt hat, dass ich das gut gemacht habe, das hat mich extrem gefreut.“


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