Anti-Abschiebungs-Demo sorgte für Sperre der A4

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Wegen einer Kundgebung gegen eine geplante Abschiebung ist die Ostautobahn (A4) am Dienstag zwischen Knoten Schwechat und Flughafen in beiden Richtungen gesperrt gewesen. Zwei Demonstranten seilten sich von einer Brücke ab, hieß es von der Polizei. Es kam zu kilometerlangen Staus, auch die B9 wurde von Demonstranten blockiert. Am späten Vormittag wurde die Sperre der A4 aufgehoben, berichtete Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla.

Rund 50 Aktivisten vom Bündnis „Bleiberecht für alle“ protestierten laut eigenen Angaben gegen die geplante Abschiebung von ungefähr 45 Personen von Österreich nach Afghanistan - unter anderem mit Sitzblockaden an mehreren Stellen auf der Zufahrtsstraße zum Flughafen. Für 16.00 Uhr wurde eine Demonstration am Oskar-Morgenstern-Platz in Wien-Alsergrund angekündigt. Am Vortag hatten Proteste vor dem Innenministerium stattgefunden, teilten die Aktivisten mit. „Wir fordern den Stopp aller Abschiebungen und ein Bleiberecht für alle“, betonte Aktivistin Alicia Becker laut einer Aussendung. Für Afghanistan gelte eine Reisewarnung der sechsten und damit höchsten Stufe.

Bei der unangemeldeten Demonstration wurden die A4 und die B9 blockiert, berichtete die niederösterreichische Polizei. Richtung Wien bildete sich aufgrund der A4-Sperre am Vormittag ein sieben Kilometer langer Stau, auf der Gegenfahrbahn waren es drei Kilometer. Neben der Polizei war auch die Feuerwehr an Ort und Stelle. Die Einsatzkräfte brachten laut Asfinag mehrere Teilnehmer von der Brücke, anschließend konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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