Die grüne Lunge hilft durch die Krise und schützt das Klima

Laut einer aktuellen Umfrage sind mehr als drei Viertel der Menschen in Österreich der Ansicht, dass die Bedeutung der Wälder zunehmen wird.

Der struktur- und artenreiche Mischwald ist Erholungsraum, Rohstofflieferant und CO²-Speicher.
© proHolz Austria/Forstgut Wallersberg

Innsbruck, Wien – Der Wald erfüllt viele Funktionen. Er ist Rohstofflieferant und Biotop gleichermaßen, er speichert Kohlendioxid, vielen dient er als Erholungsraum, manchen auch als Trainingsgelände. Fakt ist: Ein intakter Wald ist den Menschen in Österreich wichtig. Das zeigt auch eine landesweite SORA-Umfrage im Auftrag der Österreichischen Bundesforste (ÖBf). 77 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass Wälder in Zukunft noch wichtiger werden, als sie es heute schon sind. „Gerade in den aktuell herausfordernden Zeiten der Pandemie spielt der Wald eine entscheidende Rolle für die Gesundheit“, sagt ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager.

Laut Umfrage gilt der Wald vielen Menschen als Kraftplatz, um abzuschalten und zur Ruhe zu kommen (72 %). Sie schätzen ihn als „grüne Lunge“ oder Sauerstoffspeicher (71 %), sehen ihn als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und bringen ihn mit Artenvielfalt in Verbindung (70 %). Zwei Drittel nützen den Wald für Bewegung in der Natur (66 %) und ­genießen die schöne Landschaft (61 %).

Eine besondere Rolle spielt der Wald in Krisenzeiten: 79 % der Befragten gaben an, sich im Wald während der Krise besser als anderswo entspannen zu können, für 70 % erleichtern Aufenthalte im Wald die Bewältigung der Corona-Pandemie. Das wirkt sich auch auf die Besucherfrequenz in den heimischen Wäldern aus: Jede/r Dritte gibt an, sich im vergangenen Jahr öfter als davor im Wald aufgehalten zu haben.

Vier von fünf Befragten finden übrigens, dass es verbindliche Regeln für den Aufenthalt im Wald geben muss, damit das Mit- und Nebeneinander unterschiedlichster Interessen möglich ist. Das gelte insbesondere für Hundebesitzer (74 %), Mountainbiker (73 %) und Jäger (65 %).

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Der Wald ist aber nicht nur als Freizeitraum bedeutend. Einer großen Mehrheit ist auch klar, welche zentrale Rolle der Wald für den Klimaschutz spielt. „Drei von vier Österreicherinnen und Österreichern wissen, dass die Wälder klimafit gemacht werden müssen. Genau dem haben wir uns bei den Bundesforsten bereits seit mehreren Jahren verschrieben und bauen den Wald in allen unseren 120 Forstrevieren um“, so Freidhager.

Das Vertrauen in den sorgsamen Umgang mit dem Wald ist groß: Drei Viertel (74 %) der Befragten denken, dass es den heimischen Wäldern alles in allem gut geht, und sind zuversichtlich für deren Zukunft (76 %). „Wir verstehen diese Zuversicht als Auftrag und werden auf unseren Flächen weiterhin alles dafür tun, um den Wald der Zukunft zu sichern“, bekräftigen Rudolf Freidhager und sein Vorstandskollege Georg Schöppl. (TT)


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