Direktor nach Posting gekündigt: Unterrichtet weiter

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Der Direktor einer Privatschule im Burgenland, der im vergangenen Herbst als Reaktion auf das Attentat in Wien „Refugees Welcome!“ gepostet hatte, war von der Diözese Eisenstadt entlassen worden - unterrichtet nun aber an einer anderen Schule. Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz bestätigte am Donnerstag gegenüber der APA einen Bericht der „Salzburger Nachrichten“ und erklärte, dass es sich um einen Bundeslehrer handelt, der seine Lehrverpflichtung erfülle.

Der damalige Schulleiter soll nach dem Terroranschlag im sozialen Netzwerk „Terror in Wien! Refugees welcome!!!...“ gepostet haben und wurde von der Diözese umgehend suspendiert. Da er sich nicht einsichtig gezeigt habe wurde er in weiterer Folge entlassen. Dominik Orieschnig, Sprecher der Diözese begründete diesen Schritt in den „SN“ damit, dass das Posting „“mit den humanistischen Grundwerten unserer auf Frieden und Freiheit basierenden Gesellschaft nicht vereinbar“ sei.

Zitz meinte zur APA, der Mann sei nicht verurteilt und habe als Bundeslehrer eine Lehrverpflichtung zu erfüllen. Er sei daher an einer anderen Schule in seinen Fächern tätig. Das Posting habe keine Auswirkung.

Derzeit befinde sich der Lehrer aber im Krankenstand, da ihm die Causa sehr zugesetzt habe, so sein Anwalt in den „SN“. Er habe die Diözese geklagt, da die Entlassung unverhältnismäßig sei: „Es ist ein Verfahren anhängig. Ein Ergebnis steht noch aus.“


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