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Verstärkte Fahrzeugkontrollen: Tiroler Finanzpolizei jagt Steuersünder

In Tirol lebende Lenker von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen müssen derzeit mit strengen Kontrollen rechnen. Es drohen Steuernachzahlungen in fünfstelliger Höhe.

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Beamte der Finanzpolizei kontrollieren derzeit verstärkt Halter von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen, die in Tirol leben.
© zoom-tirol

Von Thomas Hörmann

Innsbruck –Wer in Tirol lebt, aber ein Auto mit ausländischen Kennzeichen fährt, sollte mit Kontrollen rechnen und für den Fall der Fälle ein paar Tausender extra im Sparstrumpf haben. Denn Polizei und Finanzpolizei haben seit zwei Wochen die Jagd auf NoVA-Sünder und illegale Steuersparer eröffnet. Zahlreiche Autolenker sind nämlich widerrechtlich mit ausländischen Kennzeichen in Tirol unterwegs. Teils aus Unwissenheit, vielfach aber auch aus Kalkül.

Die Vorteile sind in erster Linie finanzieller Natur. Wer seinen Wagen beispielsweise in Deutschland anmeldet, zahlt keine Normverbrauchsabgabe (NoVA), deutlich weniger Kfz-Steuer, erspart sich die Zulassungsgebühr und die Typisierung. Unterm Strich ist die Erhaltung eines Autos in Deutschland um etwa 25 Prozent kostengünstiger als in Österreich. Allein die NoVA beträgt je nach Schadstoffausstoß des Fahrzeugs zwischen sechs und 36 Prozent. Und: Je teurer bzw. leistungsstärker der Wagen, desto mehr rentiert sich ein ausländisches Kennzeichen.


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