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Kals: Nein zu Kraftwerk Haslach beantragt

Das Projekt stützt sich auf zehn Jahre alte Zahlen, kritisieren WWF und Experten.

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Das geplante Kraftwerk Haslach würde dem Kalserbach bis zu 90 Prozent seines Wassers entziehen, kritisieren Umweltschützer.
© WWF/Götsch

Kals a. Gr. – Es ist mehr als zehn Jahre her, dass die Gemeinde Kals begann, um die Genehmigungen für ein Kraftwerk am Kalserbach anzusuchen. Mindestens genauso lang wird das Projekt „Haslach“ von Umweltschützern bekämpft, so zum Beispiel vom WWF und vom Verein Erholungslandschaft Osttirol (VEO). Die Gemeinde hält am Projekt fest, doch auch die Gegner lassen nicht locker. Gestern haben sie eine neue naturschutzfachliche Stellungnahme bei der Genehmigungsbehörde des Landes eingereicht und beantragen die Ablehnung des Projekts.

Mitverfasser der neuen Stellungnahme sind die Umweltwissenschafter Leopold Füreder und Peter Schönswetter, beide lehren an der Universität Innsbruck. Sie kritisieren, dass die Gemeinde Kals in der Umweltverträglichkeitserklärung überholte Daten als Basis verwenden würde. „Die verwendeten Grundlagen stammen zu einem Großteil aus den Jahren 2009 bis 2012“, führen die Experten an.


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