Gelingt Vinales der zweite Coup? Der werdende Papa stapelt tief

Am Ostersonntag gibt die Motorrad-WM ihren zweiten Katar-Auftritt. Der große Gejagte? Maverick Viñales. „Mister Top Gun“ drückt aber gehörig auf die (Euphorie-)Bremse.

Die Nummer 12 der MotoGP will auch am Ostersonntag auf dem ersten Platz stehen: Yamaha-Star Maverick Viñales (ESP).
© gepa

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Vergangener Sonntag, Katar, Vierfach-Führung der Ducatis – nicht viele hätten da noch auf eine derartige Aufholjagd von Yamahas Maverick Viñales gewettet. Aber der Spanier teilte sich seine Kräfte und die Reifen richtig ein und schnappte sich den Auftaktsieg. Vor dem zweiten Gastspiel an diesem Wochenende drückt „Mister Top Gun“ aber gehörig auf die (Euphorie-)Bremse.

Seine Fans sprachen von einem perfekten Rennen, „Mav“ blockte ab und stellte gestern klar: „Es ist nie perfekt. Dieses Wochenende wollen wir nachlegen, die Konkurrenz wird noch einmal nachlegen. Ich bin mir sicher, dass die Top Ten des vergangenen Rennens zulegen werden.“ Das garantiert die hohe Dichte der Königsklasse auf zwei Rädern.

Aus dem Schatten von Marquez

Ein zweiter Sieg im zweiten Rennen wäre für Viñales eine Bestätigung seines Könnens. Aufgrund von Landsmann Marc Márquez, der alles überstrahlt, vergisst man oft auf den 26-Jährigen, der als eines der größten Talente der elitären Rennserie gilt. Der regelmäßige Erfolg fehlt dem ehrgeizigen Piloten. Das soll – unglaublich, aber wahr – an seinem mangelnden Selbstvertrauen liegen. Er traut sich in entscheidenden Momenten nichts Großes zu. Damit bremst er sich oft selbst aus, gilt als „Trainingsweltmeister“.

Im Ducati-Lager sieht man den verpassten Auftakterfolg ohne Kopfschmerzen. Auch den (zu) schnell abbauenden Hinterreifen will man rechtzeitig unter Kontrolle bekommen. Zumindest Pole-Position-Mann Bagnaia (ITA) glaubt, den Schlüssel gefunden zu haben: „Wenn ich in der ersten Kurve wieder Erster bin, werde ich etwas versuchen. Ich habe mich in den vergangenen Tagen gefragt, ob es besser gewesen wäre, wenn ich die Reifen mit einer langsameren Pace besser gemanagt hätte, um am Schluss ganz oben zu stehen. Der Wind hat das Seinige dazu beigetragen. Aber die Strecke entspricht unserem Bike – das macht uns zuversichtlich.“

In dasselbe Horn bläst Ducatis nächster Sieganwärter Jack Miller (AUS): „Unser Paket ist stark genug, um in die Top drei zu kommen.“


Kommentieren


Schlagworte